Selten hat ein einzelner Bankkunde so viel Flurschaden angerichtet. René Benko, Möchtegern-Immobilientycoon aus Innsbruck, brachte fast im Alleingang das noble Bankhaus Julius Bär in Schieflage. Die Bären-Bank musste Benko-Kredite über insgesamt 606 Millionen Franken abschreiben, worauf der Jahresgewinn einbrach und die Aktie taumelte.

Bär-Chef Philipp Rickenbacher verlor wegen Benko seinen Topjob, dazu wurden Boni gekappt. Abzulesen ist das Debakel an der Entlöhnung je Mitarbeiter. Diese Summe umfasst den fixen und variablen Lohn sowie AHV- und PK-Beiträge. Diese Kosten lagen 2023 bei Bär bei exakt 230’000 Franken. Ein Jahr zuvor, also Benko der Bank noch keinen Abschreiber beschert hatte, betrug die Aufwendung je Mitarbeiterin noch 244’600 Franken – also 14’600 Franken mehr.

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