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Weshalb einen Executive MBA?

Armimn Kiser bei einer internen Besprechung (Bild: Peter Frommenwiler)

Absolventen des Executive MBA der Hochschule Luzern erklären, wie sich diese Weiterbildung mit Berufs- und Privatleben vereinbaren lässt.

Von Armin Kiser und Daniel Mühlebach
am 18.09.2013

Der Arbeitsalltag von Führungskräften ist komplex und immer schnelleren Wechseln unterworfen. Die richtigen Strategien zu entwickeln und permanent Entscheidungen zu treffen, ­erfordert um- und weitsichtiges Denken. Nur wer in der Wirtschaft zusätzlich über ausgeprägte Management- und Leadership-Qualitäten verfügt, kann die Mitarbeiter von ehrgeizigen Zielen überzeugen und sie zu Höchstleistungen sowie kreativen Lösungen animieren.

Teilnehmer eines Executive MBA sind durchschnittlich 40 Jahre alt, beruflich ambitioniert und Mitglied des höheren Kaders oder auf dem Sprung dazu. Die Motivationen für den aufwendigen weiterbildenden Master sind jedoch unterschiedlich. Zum einen erfolgt sie aus einer inneren Einstellung und dem persönlichen Anspruch, ein guter Vorgesetzter zu sein. Denn aus zu vielen Umfragen geht hervor, dass einer der Hauptgründe für Fluktua­tion die Unzufriedenheit mit dem Chef ist. Niemand will in diese Kategorie gehören. Zum anderen spielt der ehrgeizige Aspekt eine Rolle: «Wie kann ich mich an der Spitze halten oder diese erreichen?» Weiter ist es der Respekt vor den Aufgaben: «Werde ich dieser gros­sen Verantwortung überhaupt gerecht?» Und nicht zuletzt geht es um die Sicherung des eigenen Wertes: «Ist mein Rucksack gross genug, um auch im Alter und auf hohem Niveau im Arbeitsmarkt attraktiv zu sein?»

Wahl der Weiterbildungsstätte

Wir – und vermutlich alle anderen 18 Klassenkollegen – haben uns vor zwei Jahren diese oder ähnliche Fragen gestellt. In einer ersten Phase haben wir darum recherchiert, welche Weiterbildung darauf Antworten liefern könnte. Ein Executive MBA schien schnell einmal passend. Der Besuch eines Informationsabends sowie der unabhängige Input eines Instituts für Laufbahnberatung haben unser Vorhaben unabhängig voneinander unterstützt.

In unsere Evaluation eingeflossen sind die berufsbegleitenden Lehrgänge der Hochschule Luzern (HSLU), der Universität Zürich und der Universität St. Gallen (HSG). Aufgrund des ausgeprägten Fokus auf ein ganzheitliches Führungsverständnis mit den Pfeilern General Mana­gement und Leadership, aber auch wegen des praktischen Aspekts der geografischen Nähe lag unsere Präferenz beim Angebot der Fachhochschule der sechs Zentral­schweizer Kantone.

Unterstützung aus dem Umfeld

Es galt darüber hinaus zu klären, ob unsere Arbeitgeber das Vorhaben unterstützen würden. Ein Unternehmen spricht dabei ein sehr starkes Bekenntnis aus, wenn es ein Kadermitglied über 30 Bürotage von seinen Aufgaben fernbleiben lässt. Umso mehr, wenn es sich an den Studienkosten gar noch beteiligt. Eine entsprechende Verpflichtungsvereinbarung versteht sich dabei von selbst.

Aus den Kursunterlagen und dem Informationsabend gehen hervor, dass die zeitliche Belastung für diese Weiterbildung stark auf das private Umfeld ausstrahlen kann. Hier stellten sich die Fragen: «Ist meine Familie und mein Umfeld für zwei Jahre zusätzliche Belastung bereit? Kann und will ich meine Hobbys über diesen Zeitraum zudem stark einschränken? Werde ich die Zeit finden, um meinen Freundeskreis, aber auch das beruf­liche Netzwerk weiter zu pflegen?» Und vor allem: «Lohnt sich dieses finanzielle und zeitliche hohe Engagement?»

Beruflich wie persönlich reifer

Aus Erfahrung der Hochschule Luzern wechseln bis zu 50 Prozent der Absolventen während des Lehrgangs den Arbeitgeber oder schaffen in ihrem Unternehmen den Sprung auf die nächste Karrierestufe. Selbstredend, dass sich ein Executive MBA nach wie vor lohnt – sei es direkt ­monetär oder, um sein Human Capital weiter und nachhaltig zu steigern.

Beruflich wie persönlich haben wir mit Bestimmtheit an Kompetenz und Sicherheit dazugewonnen. Das Expertenwissen der Referenten, die Praxisorientierung und die Möglichkeit der Bearbeitung von realen Beratungsmandaten helfen dabei, die gelehrten Systematiken und Vorgehensweisen in die Tat umzusetzen. Jedoch gilt auch hier: All die Theorien zu strategischer Betriebsleitung, Corporate Governance, strategischem Finanzwissen, Change Management, strategischer Personalplanung und Innovation Management sind nur wertvoll, wenn sie in die ­Realität transferiert werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Leadership. In der Reflexion mit sich selbst oder in der Gruppe, in Assessments und Coachings erfahren wir sehr viel über uns und unser Führungsverhalten. Die Arbeit mit anerkannten Kapazitäten auf diesem Gebiet und der persönliche Austausch unter den Klassenkollegen ermöglichen, die Beziehungen zu seinen Angestellten sowie zu eigenen Vorgesetzten effektiver und zielführender zu gestalten.

Ganz abgesehen von den Lerninhalten bietet ein Executive MBA zudem eine vorzügliche Möglichkeit, sein Netzwerk auf einen Schlag um eine grosse Anzahl hochinteressanter Menschen auszudehnen.

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