Erdbebenwarnung im Raum Zürich. Das hat gerade noch gefehlt. Doch die seismische Aktivität, die diese Woche registriert wird, stellt keine Gefahr dar. Sie ist nur das Ergebnis davon, wenn Zehntausende Musikfans synchron zu tanzen beginnen. So berichteten es Geologen nach Konzerten des US-Pop-Stars Taylor Swift. Und auch der Schweizerische Erdbebendienst vermeldet in der Nacht auf Mittwoch, dass das Konzert von Swift in Zürich einen «seismischen Fussabdruck» hinterlassen habe. 

Zum ersten Mal ist die erfolgreichste Künstlerin der Stunde nun in die Schweiz. Am 9. und 10. Juli gastiert sie für zwei Megakonzerte im Zürcher Letzigrund. Die 95’000 Tickets waren schon 30 Minuten nach Vorverkaufsbeginn vor einem Jahr ausverkauft.

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Nicht nur bei glücklichen Fans mit Tickets ist die Freude gross. Denn der Superstar in Town ist auch ein Wirtschaftsfaktor, weshalb sich auch Ökonomen mit ihm beschäftigen. Wie in anderen europäischen Städten werden auch in Zürich viele «Swifties» aus dem Ausland erwartet, insbesondere aus den USA, wo die Tickets auf Wiederverkaufsplattformen um ein Vielfaches teurer sind. Hotels, Restaurants und auch der Letzigrund selbst gehen von einem riesigen Umsatz aus.

rop
Peter Rohnerist Chefökonom der Handelszeitung.Mehr erfahren