Hunderte Kleinsparer und Anleger steckten ihr Geld in Schweizer Start-up-Unternehmen. Doch die Firmen waren reine Attrappen. Aktionäre verloren insgesamt 1 Milliarde Franken.

Hinter dem Betrug stecken immer dieselben Schwindler. Die Behörden hinken den Tätern konsequent hinterher. Die mehrheitlich deutschen Ganoven profitieren von überforderten Schweizer Behörden und einem veralteten Gesetz.

Es hat sich im Norden herumgesprochen, wie einfach die Schweiz für Anlagebetrügerein benutzt werden kann: In einer Recherche der BILANZ kam zu Tage, dass in 77 Prozent der untersuchten Anlagebetrügereien in der Schweiz Deutsche die Finger im Spiel hatten.

In einem Bericht des Schweizer Fernsehens, der heute Abend ausgestrahlt wird, geht es auch um die einschlägig bekannten Verkäufertalente Jürgen Käfer, Michael «Micky» Berresheim und Heinz Hensley-Piroth. Sie alle traf man etwa in der Skandalfirma NicStic an. Für die NicStic wurde mit der Geschäftsidee einer rauchlosen Zigarette und einem schnellen Börsengang geworben, nur um jahrelang deren wertlose Aktien zu verkaufen.

Warum in der Schweiz immer wieder die gleichen Figuren auftauchen und was dagegen unternommen werden könnte, zeigt der DOK-Film «Die Verführer», den SRF1 heute um 20:05 ausstrahlt.

(chb/tno)