Was, wenn ein Gipfeli von heute auf morgen von 1.50 auf 2 Franken aufschlägt? «Da würden uns die Leute glatt davonlaufen, weil wir im Wettbewerb stehen», sagt der passionierte Bäcker Alexander Reinhard aus Bolligen bei Bern. «Doch nicht so die Berner Stromversorgerin BKW», stellt er fest. «Sie kann ihre Tarife um fast 30 Prozent aufschlagen und so tun, als ob nichts wäre.»

Das war 2016. Die Stromrechnung seiner Bäckerei mit 160 Mitarbeitenden stieg damals drastisch an. Die grösste Komponente, die Kosten für die Leitung ins Haus (Netznutzung), belief sich von einem Tag auf den anderen auf 92'000 statt 73'000 Franken – ein Plus von 26 Prozent. Die Rechnung kam von der Netzbetreiberin BKW.