Wie kam Verleger Arthur Sulzberger auf die Idee, ausgerechnet einen Briten als Chefredaktor der wichtigsten Tageszeitung der USA zu holen?
Mark Thompson: Das müssen Sie die Familie fragen (lacht). Ich vermute, sie wollten eine zügige globale Expansion und eine starke digitale Offensive. Und dann sahen sie wohl, was ich bei der BBC erreicht hatte.

Sie waren acht Jahre lang Generaldirektor der britischen BBC.
Eine meiner Aufgaben war es, die digitalen Herausforderungen zu bewältigen. Die BBC war damals eine sehr traditionelle Medienfirma, in der wir den Wandel vorantrieben, ohne die Grundwerte und die Tradition zu verleugnen.