Bei dem am Montag präsentierten «Eco Rating» werden bis zu 100 Punkte vergeben. Die Gesamtwertung für das angebotene Smartphone wird aus Herstellerangaben berechnet. Auf Providerseite beteiligen sich die Deutsche TelekomTelefónica (O2) und Vodafone an dem Bewertungssystem. Ausserdem sind Orange aus Frankreich und Telia Company aus Schweden mit dabei. Mit dem Projekt kooperieren derzeit zwölf Hersteller von Android-Handys, unter anderem OnePlus, Lenovo (Motorola), HMD Global (Nokia ), Oppo, Samsung , Xiaomi und Alcatel.

Apple nicht dabei

Auffällig ist, dass Apple , Sony und Google nicht mit an Bord sind. Auch der niederländische Hersteller Fairphone, der nach Einschätzung vieler Experten derzeit die umweltfreundlichsten Smartphones anbietet, steht nicht auf der Liste der Kooperationspartner.

Die Provider erklärten, die Bewertung gelte für neue Geräte. «Wenn neue Smartphones oder oder einfache Handys auf den Markt kommen, werden die Mobilfunkbetreiber diese Geräte bewerten. Das Konsortium geht davon aus, dass letztendlich alle Geräte, die den Verbrauchern zur Verfügung stehen, ein Öko-Rating haben werden.»

Wie lange reicht der Akku?

Das Eco Rating setzt sich aus insgesamt fünf Kategorien zusammen: Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Recyclefähigkeit, Klimaverträglichkeit und Ressourcenschonung. Bei der Langlebigkeit soll etwa beurteilt werden, wie robust das Gerät ist.

Ausserdem wird die Akkulebensdauer bewertet. Auch die Garantiezeit des Geräts wird berücksichtigt. Die Laufzeit des Software-Supports mit Android- und Sicherheitsupdates spielt aber offenbar keine Rolle.

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Die Bewertung der Reparaturfähigkeit umfasst beispielsweise das Design des Mobiltelefons und zusätzliche Massnahmen, die Wiederverwendbarkeit, Reparaturfähigkiet und Aufrüstbarkeit des Gerätes verbessern und so die Nutzungsdauer verlängern können.

(awp/tdr)