Einen Schlüssel zum Erfolg präsentierte Morten Hannesbo, CEO des Autoimporteurs Amag (Audi, VW, Skoda, Seat). «Wir haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 18% mehr Autos verkauft, während der Markt um 10% zulegte.» Der Grund: Amag habe im letzten Jahr viel in die Werbung investiert und das Budget nochmals um 5% aufgestockt, so Hannesbo. Straube lobte den Weg, den Amag eingeschlagen haben. Allerdings sei es für eine Firma in aller Regel schwierig, bei rückläufigen Umsätzen antizyklisch zu investieren. Genau diese historische Chance hätten die Banken letztes Jahr verpasst, wie von Matt darlegte. Zum ersten Mal seit den 1930er-Jahren sei das Verhältnis vieler Kunden zu ihrer Hausbank erschüttert worden. Dies wäre die Möglichkeit für die Institute gewesen, die verunsicherten Kunden mit Werbekampagnen zu einem Wechsel zu bewegen. Die Finanzindustrie habe, so Straube, auf jeden Fall einen immensen Kommunikationsbedarf. Dem pflichtet Ralph Büchi, CEO von Axel Springer Schweiz, der die Werbetrends-Studie zusammen mit «Handelszeitung»-Chefredaktor Martin Spieler präsentierte, bei: «Wer in der wachsenden Informationsflut gehört werden will und um Vertrauen kämpft, muss werben - in Zukunft erst recht.»

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