Hoffnungsschimmer für die rund 120 Mitarbeitenden der Klinik Belair in Schaffhausen. Der Betrieb der von der Schliessung bedrohten Privatklinik wird aufrechterhalten. Ihre Besitzerin, die Hirslanden-Gruppe, verhandelt mit der Swiss Medical Network über einen Verkauf.

Man habe sich nach Abschluss des Konsultationsverfahrens dazu entschieden, Verhandlungen mit Swiss Medical Network über einen Verkauf der Klinik aufzunehmen, schreibt die Privatklinikgruppe Hirslanden in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Vorschläge und erarbeiteten Szenarien seien sorgfältig geprüft worden.

Das vorliegende Angebot stelle eine solide Basis für die Verkaufsverhandlungen dar, heisst es. Bis eine Einigung gefunden wird, wurde von den beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Klinik- und Hotelgruppe Aevis Victoria, zu der Swiss Medical Network gehört, hatte bereits Anfang Juni ihr Interesse bekundet.

Normaler Betrieb

Der Betrieb der Privatklinik Belair wird derweil aufrechterhalten und bis auf Weiteres normal weitergeführt, wie Hirslanden schreibt. Unabhängig von der Verhandlungen wird das Praxiszentrum am Bahnhof Schaffhausen unter dem Dach der Hirslanden-Gruppe weitergeführt.

Hirslanden hatte die Eröffnung des Konsultationsverfahrens mit den schwieriger gewordenen regulatorischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen begründet. Insbesondere zu schaffen machen der Klinik die Tarifsenkungen und die Verschiebung von Behandlungen in den ambulanten Bereich.

Zudem steht der Klinik der Weggang von mehreren Ärzten bevor, was gemäss eigenen Angaben einen Rückgang der Patientenzahlen um rund die Hälfte verursache.

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