Die Meldung erreicht die Schweizer Möbelwirtschaft wie ein Paukenschlag: Das Traditionshaus Möbel Pfister wird verkauft: An die XXXLutz Gruppe aus Wels in Oberösterreich, das drittgrösste Möbelhaus der Welt hinter Ikea und Steinhoff. Wie viel der Möbelgigant aus der Alpenrepublik zahlt, ist unbekannt. Genauso unklar bleibt, wie das Gehirn der Übernahme tickt: der promovierte Jurist, Gründer und Mehrheitseigner von XXXLutz, Andreas Seifert.

Kaum jemand kennt ihn, weiss, wie er aussieht, oder hat ihn je gesehen. Stets auf seine Privatsphäre bedacht, scheut Seifert die Fotografen wie der Teufel das Weihwasser. Bei Gerichtsterminen hält er sich Akten vors Gesicht, bloss keine Bilder. Der 64-jährige Möbelmogul hat in den vergangenen Jahren einen mächtigen Konzern in der Möbelbranche geformt: 4,4 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 22' 000 Mitarbeitende, 297 Filialen.