Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat im Geschäftsjahr 2019 den Konzerngewinn deutlich gesteigert. Die von der Bank verwalteten Vermögen sind dank weiteren Geldzuflüssen sowie der guten Marktentwicklung auf einen neuen Höchststand gestiegen.

Der Reingewinn der grössten Schweizer Kantonalbank erhöhte sich 2019 um 7,2 Prozent auf 845 Millionen Franken. Das entspreche dem zweithöchsten Konzerngewinn in der Geschichte, schreibt das Institut am Freitag in einer Medienmitteilung. Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis bildete sich allerdings um 5,2 Prozent auf 846 Millionen Franken zurück.

Handelsgeschäft deutlich stärker

Insgesamt erwirtschaftete die Kantonalbank einen rekordhohen Geschäftsertrag von 2,4 Milliarden Franken (+4,0 Prozent). Auch im Zinsengeschäft (Nettoerfolg +0,3 Prozent auf 1,22 Milliarden) konnte die Bank leicht zulegen. Das Hypothekarvolumen - als Treiber des Zinsengeschäfts - stieg um 3,8 Prozent an, womit die Bank nach eigenen Angaben leicht stärker zulegte als der Gesamtmarkt.

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Stabil zeigte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+0,1 Prozent auf 777 Millionen). Deutlich zulegen konnte die Bank dagegen im Handelsgeschäft (+11,7 Prozent auf 319 Millionen). Zum Anstieg trug vor allem der Handel mit Obligationen, Zins- und Kreditderivaten bei, aber auch im Devisenhandel konnte die ZKB zulegen.

Neues Rekorhoch beim Kundenvermögen

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 1,44 Milliarden leicht. Zurückzuführen war der Anstieg auf einen steigenden Personalaufwand wegen eines leicht höheren Personalbestandes aber auch wegen höheren variablen Vergütungen. Die Cost-Income Ratio verbesserte sich auf 59,9 Prozent (Vorjahr 61,4 Prozent).

Die Kundenvermögen erreichten mit 333,3 Milliarden Franken per Ende 2019 ein neues Rekordhoch. Zum Anstieg trug die positive Performance der Märkte im vergangenen Jahr sowie ein Neugeldzufluss von 11,7 Milliarden Franken (Vorjahr 18 Milliarden) bei.

Weitere Schalter werden geschlossen

Die Kantonalbank passt ausserdem auch weiterhin ihr Geschäftsstellennetz an, wie sie in der Mitteilung weiter schreibt. Angesichts einer «weiterhin markant abnehmenden Nachfrage nach einfachen Schalterdienstleistungen» würden die Schalter bis Ende 2021 in Bubikon, Fällanden, Dietlikon, Rafz und Gossau geschlossen.

Der direkte Austausch mit Kunden an physischen Standorten bleibe aber ein «Kernelement der Vertriebsstrategie», beteuert die ZKB in der Mitteilung. Sie investiere auch weiter in das Geschäftsstellennetz. So will sie neue Standorte in Stettbach (Dübendorf) und im Zürcher Hochschulquartier eröffnen.

«Von zahlreichen Unsicherheiten geprägtes Umfeld»

Der Kanton Zürich und die Gemeinden erhalten nun einschliesslich der angekündigten Jubiläumsdividende von 150 Millionen insgesamt eine Ausschüttung von 506 Millionen Franken nach 358 Millionen im Jahr davor. Zusätzlich wird die Staatsgarantie unverändert mit 22 Millionen Franken entschädigt und die Leistungen im Rahmen des Leistungsauftrags belaufen sich auf 125 Millionen (VJ 140 Millionen).

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Für das laufende Jahr sei eine Prognose wegen dem «von zahlreichen Unsicherheiten geprägten Umfeld» schwierig, wird CEO Martin Scholl zitiert. Insgesamt blicke er aber «zuversichtlich in die Zukunft».

ZKB-Chef «völlig relaxt» bei Hypothekarkrediten

Bankchef Martin Scholl zeigt sich trotz Warnungen wegen einer Überhitzung im Hypothekargeschäft nicht beunruhigt. Mehr hier.

(awp/gku)

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