Das Coronavirus dominiert seit Anfang des Jahres die Schlagzeilen auf der ganzen Welt. Viele Branchen leiden in der Folge. Die Epidemie hat aber den Geschäftsgang vieler Online-Händler angekurbelt - auch in der Schweiz.

Der Gesundheitssektor profitiert mehr als jeder andere davon. Seit Beginn der Epidemie habe die Online-Apotheke Zur Rose "einen soliden Anstieg der Nachfrage nach Medikamenten und Gesundheitsprodukten" erlebt, sagte eine Sprecherin zu AWP.

Kranke kaufen Medikamente auf Vorrat

Die Bestellungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten habe «deutlich» zugenommen. Zur Rose stellte insbesondere fest, dass Menschen mit chronischen Krankheiten und solche, die sich in Langzeitbehandlung befinden, eine ausreichende Versorgung mit ihren Medikamenten sichergestellt haben.

Auch die Nachfrage nach frei verkäuflichen Produkten wie Masken Desinfektions- und Nahrungsergänzungsmitteln steige seit Februar stark an.

«Insgesamt stellen wir fest, dass die Patienten seit der Verbreitung des Virus den Online-Verkauf bevorzugen, um ihre Medikamente und Gesundheitsprodukte zu bestellen, ohne ihre Wohnung zu verlassen», fasste die Sprecherin zusammen.

Digitec Galaxus profitiert

Apotheken sind nicht die einzigen, die von der Coronavirus-Epidemie profitieren. Auch Plattformen wie Digitec Galaxus haben positive Auswirkungen gespürt.

«Die Verkäufe haben unsere Erwartungen im Januar und vor allem im Februar übertroffen», sagte Alex Hämmerli, Sprecher der beiden mehrheitlich im Besitz der Migros befindlichen Plattformen.

«Es ist möglich, dass die Coronavirus-Epidemie etwas damit zu tun hat», sagte Hämmerli. Auch bei Digitec Galaxus seien Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Fieberthermometer derzeit sehr gefragt.

Die Migros sieht keinen Effekt

Dass die Kunden in Zeiten von Epidemien lieber online statt in den Supermärkten einkaufen, stellt die Migros indes nicht fest. «Wir stellen keine Substitution zugunsten des E-Commerce fest. Der Verkauf eines bestimmten Sortiments von Konsumgütern des täglichen Bedarfs steigt in beiden Kanälen», sagte ein Sprecher der Genossenschaft.

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(awp/mbü)