Aufatmen nach einem Vulkanausbruch auf den für ihre einmalige Tier- und Pflanzenwelt bekannten Galápagosinseln: Der Vulkan Wolf, der am Montag erstmals seit mehr als 30 Jahren ausgebrochen war, beruhigte sich am Dienstag wieder.

Die vom Aussterben bedrohte Leguanart Drusenköpfe ist damit nicht mehr in Gefahr. Die auch rosa Landleguan genannte Art kommt nur am Fusse des Vulkans vor.

Parkverwaltung alarmiert

Der 1707 Meter hohe Vulkan hatte am Montag Asche und Lava ausgespuckt. Nachdem die Parkverwaltung von der Besatzung eines Touristenboots gewarnt worden war, machten sich Mitarbeiter des Parks von einem Flugzeug aus ein Bild von der Lage.

Auf Fotos waren Lavaströme auf der Südostseite des Berges, eine mehr als zehn Kilometer hohe Rauchsäule und Feuer über dem Krater zu sehen. Am Dienstag wurden dann aber keine heftigen Eruptionen mehr registriert, wie Alexandra Alvarado vom Geophysischen Institut sagte. Zwar ergiesse sich immer noch Lava, insgesamt habe die Aktivität des Vulkans aber abgenommen.

Rosa Landleguane in Sicherheit

Es würden zwar noch weitere Beobachtungsflüge unternommen, «aber die rosa Landleguane sind in Sicherheit», fügte ein Nationalpark-Mitarbeiter hinzu. Auch seltene Riesenschildkröten (Chelonoidis becky), die ebenfalls auf dem Nordwesthang des Vulkans leben, sind demnach nicht mehr in Gefahr.

Gefahren für Einwohner oder Touristen bestanden nach Angaben von Behördenvertretern nicht. Der Vulkan Wolf auf der grössten Galápagosinsel Isabela war letztmalig 1982 ausgebrochen.

Das im 16. Jahrhundert entdeckte Archipel im pazifischen Ozean, das 1835 von dem britischen Naturforscher Charles Darwin besucht wurde, gehört zu Ecuador.

(sda/gku)

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