Die Zahl der Patienten mit der gefährlichen Atemwegserkrankung Mers in Südkorea steigt weiter an. Von Mittwoch auf Donnerstag kletterte die Zahl der bestätigten Fälle von 30 auf 35, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Mehr als 1600 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, sind unter Quarantäne gestellt.

Das Mers-Virus war erstmals in Südkorea vor mehr als zwei Wochen bei einem 68-jährigen Mann nachgewiesen worden, der zuvor von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war. Am Dienstag hatten die Behörden die ersten beiden Todesfälle des Landes infolge von Mers gemeldet.

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Fast 500 Tote weltweit

Die fünf neuen Patienten steckten sich den Angaben zufolge offensichtlich bei Menschen an, die sich zuvor mit dem Mers-Virus infiziert hatten. Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit sind mehr als 700 Schulen vorübergehend geschlossen.

Das Mers-Virus wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Es gehört zu den Coronaviren, zu denen viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zählen. Bis Ende Mai 2015 wurden nach Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weltweit 1172 Mers-Fälle gemeldet, darunter 479 Tote.

(sda/tno/ama)