Im Beisein von 120 Freunden und Familienmitgliedern - eingeladen waren Persönlichkeiten wie US-Talkmasterin Oprah Winfrey - sollen sich heute die Rock-Legende Tina Turner und der deutsche Musikmanager Erwin Bach auf ihrem Anwesen in Küsnacht das Ja-Wort gegeben haben.

Den intimen Moment wollten die 73-jährige Musikerin und ihr 57-jähriger Ehemann ohne die Blicke von Schaulustigen oder Paparazzi geniessen. So wurden vor dem Grundstück an der Zürcher Goldküste denn auch rote Sichtblenden hochgezogen.

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Es war nur noch die zeremonielle Trauung, die Turner und Bach am Sonntag begehen wollten. Gemäss mehreren Medienberichten war diese im buddhistischen Stil vorgesehen; Turner bekannte sich schon in den 70er Jahren zu dieser Glaubensrichtung.

Seit über zehn Jahren schon leben die Musikerin, die seit diesem April den Schweizer Pass besitzt, und ihr langjähriger Lebenspartner in Küsnacht in der Villa «Algonquin». Die zivile Trauung des Ehepaars Turner-Bach hatte schon vor Tagen in aller Stille auf dem Küsnachter Gemeindehaus stattgefunden.

Oprah Winfrey freute sich auf «unvergessliche Party»

Über die festliche Dekoration des 5000 Quadratmeter grossen Grundstücks und gar das Kleid der nicht mehr ganz jungen Braut liess sich nur spekulieren. Wie verschiedene Medien im Vorfeld berichtet hatten, waren Lieferanten zu Stillschweigen verpflichtet worden.

Durchgesickert war aber, dass das prominente Paar seine ebensolchen Gäste gebeten hatte, sich passend zur buddhistischen Zeremonie ganz in Weiss zu kleiden. Farbtupfer sollen rote und gelbe Rosen aus Holland gewesen sein.

Auch über die illustre Gästeliste kann nur spekuliert werden. Namen wie Eros Ramazzotti, David Bowie oder Regisseur Arthur Cohn sind in verschiedenen Medienberichten gefallen. Aber auch mit dem italienischen Designer Giorgio Armani soll Turner seit langem befreundet sein.

Sicher dabei war aber US-Talkmasterin Oprah Winfrey. Diese joggte am Samstag in der Umgebung des Luxushotels Dolder in Zürich und sagte gegenüber Reportern des «Sonntagsblick», sie freue sich auf eine «unvergessliche Party».

Dass heute Nacht ein rauschendes Fest stattfinden wird, hatten Turner und Bach schon im Vorfeld angekündigt. In einem Schreiben vor einigen Wochen baten sie ihre Nachbarn um Verständnis, sollte es zu Lärm kommen.

Seeabschnitt gesperrt

Die Polizei rechnete wegen dem Anlass in Küsnacht mit einem grossen Ansturm von Schaulustigen und Paparazzi. Auf dem Zürichsee, auf dem zum Zeitpunkt der Hochzeit auch noch Kursschiffe unterwegs waren, könne das gefährlich werden, hiess es im Voraus.

«Wir befürchten, dass sich Boote und Schaulustige in die Quere kommen könnten», sagte eine Sprecherin der Kantonspolizei am Sonntagmorgen gegenüber Tele Züri. Man habe sich deshalb entschlossen, einen Abschnitt des Sees zu sperren. Der gesperrte Abschnitt sei 50 auf 100 Meter gross und dürfe bis spät in die Nacht nicht befahren werden.

Im Übrigen habe die Braut selber die Sperrung nicht beantragt, berichtete Tele Züri weiter. Auch eine Polizeisprecherin bestätigte gegenüber der Agentur AFP, es sei nicht Turner selber gewesen, die eine Sperrung verlangt habe.

Wie tagesanzeiger.ch am Sonntagnachmittag berichtete, brachten sich auf der Seeseite wie auch auf der Landseite zahlreiche Polizisten in Stellung, um Schaulustige wie auch Medienleute in Schach zu halten.

Schlimme erste Ehe

Tina Turner und Erwin Bach sind bereits seit 25 Jahren ein Paar. Vor ihrer Beziehung mit dem jüngeren Musikmanager stand Turners Liebesleben unter einem schlechten Stern. Die als Anna Mae Bullock als Tochter eines Plantagenarbeiters in Tennessee geborene Turner heiratete vor 51 Jahren den Musiker Ike Turner.

Doch ihr Duett-Partner verfiel den Drogen und verprügelte und betrog die junge Musikerin immer wieder. Die Ehe wurde 1978 nach 16 Jahren geschieden. Ike Turner verstarb 2007.

(jev/sda)