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Kein Gefängnis mehr für Schwarzfahrer in New York

Metro New York mit Skyline: Stadtverwaltung wird milder zu Schwarzfahrern. Keystone

Die drakonischen Strafen für Schwarzfahrer in der New Yorker Metro sollen abgeschwächt werden. Verurteilungen wegen Schwarzfahrens führten bisher oft zu grossen sozialen Problemen für die Betroffenen.

Veröffentlicht am 01.07.2017

Schwarzfahrern in der New Yorker Metro drohen künftig weniger drakonische Strafen. Die Staatsanwaltschaft der Millionenstadt kündigte an, ab September häufiger Milde walten zu lassen.

Wer ohne Ticket aufgegriffen wird, muss bisher mit bis zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 1000 US-Dollar rechnen.

Gefängnisse entlasten

Staatsanwalt Cyrus Vance erklärte, künftig sollten alternative Strafen geprüft werden. Dazu zählten etwa gemeinnützige Arbeit oder eine psychologische Begleitung für notorische Schwarzfahrer. Ziel sei es, die überforderten Gerichte und Gefängnisse zu entlasten, betonte Vance.

Im vergangenen Jahr wurden nach seinen Angaben alleine in Manhattan fast 10'000 Menschen ohne Ticket erwischt, von denen rund 60 Prozent vor Gericht gestellt wurden.

Soziale Folgen

Diese Zahl soll nun «drastisch reduziert» werden, sagte Vance. Darin sei er sich mit der Stadtverwaltung und der Polizei einig. Denn oft führten Verurteilungen wegen Schwarzfahrens zum Verlust der Wohnung und des Arbeitsplatzes. «Das macht die Stadt nicht sicherer», betonte Vance.

(sda/gku)

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