Die EU-Kommission hat die norwegische Hauptstadt Oslo zur «Grünen Hauptstadt Europas» 2019 ernannt. Der EU-Kommissar für Umwelt, Meeresangelegenheiten und Fischerei, Karmenu Vella, gab die Entscheidung am Freitag in Essen bekannt.

Die Ruhrgebietsstadt trägt den Titel im laufenden Jahr. 2018 geht die Auszeichnung nach Nijmegen in den Niederlanden.

Schweizer Städte können sich bewerben

Mit dem Titel würdigt die Kommission Städte mit mehr als 100'000 Einwohnern, die eine Vorreiterrolle in Sachen umweltfreundliches städtisches Leben einnehmen. Er wird seit 2010 vergeben. Der Wettbewerb steht ausdrücklich auch Nicht-EU-Ländern wie etwa Norwegen, der Schweiz und Island offen.

Bei Oslo sei die Jury besonders vom ganzheitlichen Ansatz beeindruckt gewesen, hiess es in einer Mitteilung der EU-Kommission. Der Ansatz umfasse Themen wie Artenvielfalt, öffentlicher Nahverkehr, soziale Integration und Gesundheit.

Gent auf Platz zwei

Die Juroren lobten unter anderem die Wiedereröffnung und Renaturierung zahlreicher Wasserwege in der Stadt. Oslo setzte sich am Ende gegen Gent, Lahti, Lissabon und Tallinn durch.

Vergeben wurde auch der kleine Bruder des Hauptstadt-Preises, der «European Green Leaf Award« (zu deutsch: Das grüne Blatt) für Städte mit 20'000 bis 100'000 Einwohnern. Er ging - für 2018 - an Löwen (Belgien) und Växjö (Schweden). Insgesamt hatten sich diesmal 28 Städte für beide Auszeichnungen beworben.

(sda/mbü)