Die Schlagersängerin Beatrice Egli aus dem Kanton Schwyz hat am Samstagabend die Jubiläumsstaffel der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» gewonnen. Die 24-Jährige, die fast nur deutsche Schlager sang, setzte sich gegen die 21 Jahre alte Sächsin Lisa Wohlgemuth aus dem Erzgebirge durch.

«Wir gehen zusammen auf grosse Schlagerreise, tausend Dank», jubelte die Schwyzerin in einer Botschaft an ihre Fans. Für Egli entschieden sich über 70 Prozent der Zuschauer, die ihre Stimme abgegeben hatten. Auch von der Jury wurde sie zuletzt favorisiert.

Der 24-Jährige aus Pfäffikon SZ hat es die volkstümliche Musik angetan: Seit Jahren tritt sie in der Schweiz als Schlagersängerin auf. Ursprünglich gelernte Coiffeuse, durfte Egli bereits mit 18 Jahren an der Seite von Lys Assia auftreten, am Grand Prix der Volksmusik.

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Bereits vor der «DSDS»-Finalsendung war Egli als Favoritin gehandelt worden. Mit der Schwyzerin gewinnt zum zweiten Mal in Folge ein Nachwuchstalent aus der Schweiz die deutsche Castingshow: 2012 holte Luca Hänni den Sieg ins Berner Oberland.

«Tue alles für den Schlager»

«Die phänomenale Superstimme aus dem Erzgebirge mit der Extraportion Gefühl» gegen «die einmalige Schlagerprinzessin aus der Schweiz, die alle Herzen im Sturm erobert» - so war das Finale angekündigt worden. Während Lisa Wohlgemuth überwiegend auf englische Titel setzte, bekannte Beatrice Egli: «Ich tue alles für den Schlager.»

Wohlgemuth hatte kurz vor der Sendung noch eine Kehlkopfentzündung auskuriert. Pünktlich zu Beginn der Show konnte Dieter Bohlen jedoch ihre Genesung verkünden. Am Ende wirkte sie neben der Dauerstrahlerin Egli allerdings ziemlich angeschlagen.

Weiterer Zuschauerschwund

RTL hatte bereits zum zehnten Mal einen Superstar gesucht, auch im nächsten Jahr soll es eine Staffel geben. Die Einschaltquoten waren zuletzt allerdings rückläufig. Auch am Samstagabend zogen die deutschen TV-Zuschauer Donna Leons «Auf Treu und Glauben» dem Finale der 10. Staffel bei «Deutschland sucht den Superstar» vor.

Die Jubiläumsstaffel bescherte dem Sender damit einen Negativrekord, indem die Einschaltquoten der bisherigen Finalshows noch einmal unterboten wurde. Im Vorjahr hatten das Finale, das Luca Hänni gewann, noch 4,71 Millionen Zuschauer verfolgt.

(aho/chb/sda)