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Zu wenige Playstation 4: «Sony hat sich verschätzt»

Playstation 4: Der Erfolg der Konsole überrascht sogar Sony.  Airwolfhound/flickr/CC

Der Sony-Chef ist überrascht vom Erfolg der eigenen Konsole. Fast ein Jahr nach Verkaufsstart der Playstation 4 scheint der Lieferengpass in der Schweiz noch immer zu bestehen. Das hat mehrere Gründe.

Von Lukas Rohner
am 16.10.2014

Nach der Lancierung der Playstation 4 im November des vergangenen Jahres, gingen die Spielkonsolen weg wie warme Semmeln. Über mehrere Monate hatte Sony Mühe mit der Nachfrage Schritt zu halten. Beim Konkurrenten XBox One von Microsoft zeigt sich ein anderes Bild. Beide Konsolen gingen zeitgleich in den Verkauf. Neun Monate nach Verkaufsstart meldete Sony im August zehn Millionen verkaufte Konsolen – Microsoft hat Ende Juni nur 5,1 Millionen Stück abgesetzt. Woher kommt der Erfolg? 

Shuhei Yoshida, der Präsident der Sparte Sony Worldwide Studios bei Sony Computer Entertainment, freut sich in einem Interview gegenüber dem Onlinemagazin Eurogamer darüber, dass die Spielekonsole überraschend gut nachgefragt wird. «Aber Ich bin etwas nervös, denn wir verstehen nicht ganz, was passiert», fährt Yoshida fort. Noch vor kurzem schien es, dass Konsolen aus der Mode kommen würden.

Doch die Absatzzahlen der Playstation 4 seien hoch und schürten Bedenken, dass es – sobald alle Gamer bedient sind – zu einem starken Nachfrageeinbruch kommen könnte. «Das ist ein furchteinflössende Ausblick», fügt Yoshida an.

Schlichtweg verschätzt 

Noch ist davon aber nichts zu spüren. Erst im Sommer wurde die zehnmillionste Konsole weltweit verkauft. In einigen Teilen der Schweiz scheinen sogar Lieferengpässe zu bestehen. «Der Grund für die Knappheit liegt einerseits am grossen Erfolg, andererseits hat sich Sony schlichtweg verschätzt», sagt Sandro Cimildoro von Softridge, ein auf den Verkauf von Videospiele und Zubehör spezialisiertes Unternehmen. Der japanische Elektronikkonzern habe die Produktionskapazitäten auf eine geringere Nachfrage ausgelegt.

So wurde beispielsweise erwartet, dass nur etwa 40 Prozent der Kunden zusätzliche Controller kaufen. «Diese Zahl liegt jedoch eher knapp bei 100», so Cimildoro weiter. Die Kombination führt dazu, dass vor allem die Controller im Handel schwer erhältlich seien.

Bereit für das Weihnachtsgeschäft?

Dies sind keine guten Voraussetzungen für das kommende Weihnachtsgeschäft. Ob im letzten Quartal genügen Konsolen und DualShock-4-Controller erhältlich sein werden liess Sony Schweiz bisher unbeantwortet. Als Last-Minute Geschenk wird es jedoch aufgrund der geringen Stückzahl eher nicht in Frage kommen.

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