Deutschland ist weiterhin die Wirtschaftslokomotive für die westlichen Volkswirtschaften und ist jetzt zum Importweltmeister gekürt geworden. Allein im Monat März wurden Waren von über 85 Milliarden Euro importiert. Der Export konnte in diesem Zeitraum die Marke von über 100 Milliarden Euro durchbrechen. Kein anderes Land in Europa importiert so viele Wirtschaftsgüter aus dem Ausland, darin enthalten sind Rohstoffe, halbfertige Produkte oder Konsumware.

Mit den gigantischen Importen können die europäischen Partner weiter im Sog der Bundesrepublik von der Wirtschafslokomotive profitieren. Auch wenn sie noch nicht in voller Fahrt fahren, können sie ihre Produkte nach Deutschland als verlässlichen Abnehmer exportieren.

Die Industrie sucht händeringend nach qualifizierten Facharbeitern, um die vollen Auftragsbücher abzuarbeiten. Die Wirtschaftskonjunktur ist weiterhin robust. Die Premiumhersteller in der Automobilindustrie haben trotz der Ausfuhrausfälle nach Russland keine Einbussen und sind am Arbeitsmarkt weiter auf der Suche nach Spezialisten. Sie können ihre Produkte wegen des schwachen Euros weiterhin zu günstigen Verkaufspreisen in der globalen Welt anbieten.

Auch die Güterausrüstungsindustrie und die verarbeitende Industrie der Elektrobetriebe können die Stellen nicht in gewohnter Weise besetzen. Das Baugewerbe hat ebenfalls Nachwuchssorgen, da die Anschaffung von Immobilien, sowie die Sanierung des Eigenheims in der Bevölkerung, auch wegen der niedrigen Zinsen, eine große Resonanz finden. Trotz aller Euphorie über den Wirtschaftserfolg, werden die Überschüsse künftig nicht so schnell anwachsen. Die Unternehmen sind daher gezwungen weiter zu investieren und ihre Erfolge in neue Technologien einzusetzen, damit die Arbeitsplätze und die Firmen fortan Weltgeltung haben.

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