Insgesamt war es eine ausgeglichene Woche für Rohstoffe. Gewinne bei Edelmetallen und Agrarrohstoffen wurden von Verlusten im Energiesektor und Industriemetallen wieder aufgezehrt. Die etwas schlechter als erwarteten US-Arbeitslosenzahlen haben den Dollar unter Druck gesetzt, was wiederum einige Rohstoffe unterstützt hat. Die globalen Nahrungsmittelpreise hingegen sind auch im April weiter gefallen und haben aktuell den tiefsten Kurs seit Juni 2010 erreicht. Grund dafür sind eine weltweit hohe Nahrungsmittelproduktion und der weiter starke Dollar.

Die Ölsorte WTI hat in der vergangenen Woche ein Fünf-Monats-Hoch erreicht. Haupttreiber waren sinkende US-Lagerbestände – zum ersten Mal seit diesem Januar. Der Aufschwung erwies sich jedoch als kurzlebig. Nachdem das schwarze Gold wieder über die Marke von 60 Dollar pro Barrel geklettert ist, haben amerikanische Schieferölproduzenten angekündigt die Produktion erneut zu erhöhen, sollte der Kurs über 65 Dollar pro Barrel klettern. Dementsprechend befinden sich die technischen Unterstützungsmarken bei 58,35 Dollar pro Barrel bei WTI und 64,00 Dollar pro Barrel bei Brent.

Edelmetalle bleiben weiterhin in einer engen Handelsspanne. Der positive Einfluss des zuletzt etwas schwächelnden Dollars wurde durch steigende Anleiherenditen zu Nichte gemacht. Gold wurde in den vergangenen sechs Wochen innerhalb einer Handelsspanne von 40 Dollar gehandelt und auch die schwächelnden US-Arbeitsmarktdaten vermochten dies nicht zu ändern. Industriemetalle haben nach drei starken Wochen in Folge nun mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen.

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