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Studie
Diese MBA-Studiengänge zahlen sich richtig aus

Eine neue Studie vom Staufenbiel Institut stellt den Schweizer MBA-Anbietern im europäischen Wettbewerb ein gutes Zeugnis aus. Wer überzeugen kann und was sich Studenten erhoffen.

Von Helga Wienröder und Norman C. Bandi
2015-09-21

Die Schweizer Anbieter von Master-of-Business-Studiengängen (MBA) schneiden im europäischen Wettbewerb besonders gut ab. Das zeigt die «MBA Trends-Studie 2015/16» des deutschen Recruiting-Dienstleisters Staufenbiel Instituts.

Gleichzeitig bestätigt die Erhebung, dass vor allem bei den grössten Schweizer Anbietern die Zahl der internationalen Studenten wächst: Beim MBA General Management am privaten International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne kommen 97 Prozent aus dem Ausland, beim The St. Gallen MBA der Universität St. Gallen (HSG) sind es 68 Prozent.

Das Durchschnittsalter der MBA-Absolventen in der zuletzt gestarteten Klasse in Europa ist 33 Jahre. Die Bandbreite liegt zwischen 26 und 45 Jahren. Die durchschnittliche Berufserfahrung der Teilnehmer in Europa ist 7 Jahre. Die Bandbreite liegt zwischen 3 und 19 Jahren.

Automotive und Handel werden beliebter

Die «MBA Trends-Studie 2015/16» erklärt diesbezüglich: Consulting, IT und Telekommunikation und Banking sind wie in den vergangenen Jahren die beliebtesten Einstiegsbranchen der Absolventen. In der Gunst gestiegen sind diesmal Automotive und Handel.

Bei der Frage danach, welche Einsatzbereiche für Absolventen besonders interessant sind, gibt es wenig Veränderungen: Wie in den Vorjahren ­dominieren Consulting und Projektmanagement. Auffällig ist, dass sowohl Marketing als auch IT an Beliebtheit bei den MBA-Studenten verloren haben.

Was bei Schweizern besonders beliebt ist

Punkto Einstiegsbranchen präsentiert sich laut Staufenbiel hierzulande folgendes Bild: Beim MBA General Management am IMD in Lausanne zieht es 23 Prozent ins Consulting, 18 Prozent in die IT sowie 9 Prozent in die Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie.

Beim Executive MBA ICT Management am iimt in Freiburg wollen 60 Prozent in die IT und 10 Prozent in die Ingenieurdienstleistungen. Und beim Executive MBA Utility Management an selber Bildungsstätte zieht es 60 Prozent in die Energie- und Versorgungswirtschaft sowie 20 Prozent in die Elektroindustrie.

Richtung Pharma und Health Care tendieren 20 Prozent der Absolventen des EMBA General Management an der PHW Privaten Hochschule Wirtschaft Bern, die zur Kalaidos Fachhochschule Schweiz mit Hauptsitz in Zürich gehört. Weitere 10 Prozent liebäugeln mit einem Job in der Versicherungswirtschaft.

Schweizer MBAs zahlen sich aus

Mehr Gehalt ist für die meisten MBA-Studenten gemäss Staufenbiel vordergründig nicht die Haupttriebfeder, sich an einer Business School für einen MBA-Kurs einzuschreiben. Mit einem Schweizer Abschluss resultieren europaweit die höchsten Löhne: MBA-Absolventen von IMD, iimt und HSG können mit 92'000 bis 110'884 Euro Jahressalär rechnen – zuzüglich Boni (siehe Bildergalerie oben).

Solch gute Lohnaussichten haben ihren Preis und so zählen die Schweizer Programme im Vergleich zu den teuren. Dazu Staufenbiel: Die MBA-Studenten in Deutschland kommen vergleichsweise günstig davon. An sechs von zehn Business Schools bekommen sie den Abschluss für weniger als 20'000 Euro.

Dauer und Kosten unterscheiden sich stark

Ein echtes Schnäppchen, denn in anderen ­europäischen Ländern sind oft höhere Studiengebühren fällig. Hier liegen die Kosten bei 55 Prozent der Anbieter zwischen 20'000 und 50'000 Euro. Selbst noch höhere Studiengebühren sind keine absolute Seltenheit. Immerhin 13 Prozent der europäischen Anbieter verlangen von den MBA-Studenten mehr als 50'000 Euro.

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