Staatsanwalt Thane Rehn erklärte am Mittwoch, der Gründer der kollabierten Kryptobörse FTX habe nichtsahnenden Kunden mehr als zehn Milliarden Dollar abgenommen. "Alles war auf Lügen aufgebaut", sagte Rehn. "Er benutzte sein Unternehmen FTX, um Betrug im großen Stil zu begehen, und das Geld, das er ausgab, um sein Imperium aufzubauen - das war Geld, das er von FTX-Kunden stahl."

Bankman-Frieds Verteidiger Mark Cohen, erklärte dagegen, dieser habe in gutem Glauben gehandelt. "Es gab keinen Diebstahl", sagte Cohen. "Sam hat niemanden betrogen. Sam hatte nicht die Absicht, jemanden zu betrügen." Vielmehr seien beim rasanten Wachstum des Startups Dinge übersehen worden. "Sam und seine Kollegen haben das Flugzeug gebaut, während sie damit geflogen sind", sagte Cohen. "Kein Mensch - und schon gar nicht Sam - konnte überall sein und alles machen."

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Mittwoch war der zweite Prozesstag. Zunächst wurde die Auswahl der Geschworenen abgeschlossen. Das Verfahren vor dem New Yorker Gericht ist auf sechs Wochen angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen Bankman-Fried bis zu 115 Jahre Gefängnis. Den Betrugsvorwurf wies dieser mehrfach zurück und plädierte bei einer ersten Anhörung im Januar 2023 auf "nicht schuldig". (reuters/hzb/ps)