Als junger Mann hat Charles-Henri Sabet sein erstes Geld mit Backgammon gewonnen. Auch bei diesem Spiel komme es auf Mathematik an, erklärte der Geschäftsmann einmal der Zeitung «Le Temps». Nur wer die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen, richtig kalkulieren könne, gehe als Sieger vom Spieltisch.

Heute ist Sabet 62 Jahre alt und legt sich mit einem mächtigen Gegenspieler an: der Finanzmarktaufsicht Finma. Diese hat die von Sabet 2020 gegründete Flowbank vergangene Woche in den Konkurs geschickt. Und den ungewöhnlichen Schritt auf zweieinhalb Seiten ausführlich begründet. Die Kurzfassung: Die Bank hat zu wenig Eigenkapital, ihr droht die Überschuldung. Zudem weise sie erhebliche Mängel im Kampf gegen Geldwäsche auf. Deshalb hatte die Finma mehrere Enforcementverfahren gegen die Flowbank eröffnet – und ordnet nun den Konkurs an.

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