Die UBS hat am Montag intern erste Details für die Umstrukturierung ihrer Investmentbanking-Sparte bekannt gegeben. Dazu gehört auch die Ernennung der M&A-Chefs der Einheit. Dies sei ein wichtiger Schritt bei der Integration der Credit Suisse. Er wird jedoch auch dazu führen, dass Hunderte von Mitarbeitenden das Unternehmen verlassen müssen.

Laut dem Memo, das erst der Nachrichteagentur Reuters und nun auch AWP vorliegt, werden künftig etwa David Kostel und Christian Lesueur als Global Co-Heads of Coverage amten. Tom Churton wiederum wird Global Chief of Staff, Marc-Anthony Hourihan sowie Nestor Paz-Galindo werden sogenannte Global Co-Head of Mergers & Acquisitions (M&A).

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Verlassen werden die Bank dafür Manager wie Michael Santini. Er war bisher Executive Chair of Global Banking und habe nun entschieden, sein Amt niederzulegen. Er stehe noch bis Ende Quartal zur Verfügung, um den Übergang sicher zu stellen. Weitere Details zu den Veränderungen werde die Bank am 31. August kommunizieren, gemeinsam mit den Zahlen für das zweite Quartal. 

Die Bank selbst betonte auf Anfrage von AWP, dass man bei den Ernennungen auch vielen Credit Suisse-Talenten eine «faire Chance» gegeben und nicht nur auf bisherige UBS-Führungskräfte gesetzt habe. Die Ernennungen stünden im Einklang mit bereits erwähnten strategischen Zielen: Beschleunigung der Wachstumsstrategie der UBS (in Nord- und Südamerika), eine Erhöhung der Zahl der leitenden Bankerinnen und Banker sowie Investitionen in Wachstumsmärkten wie Technologie und Gesundheitswesen.

UBS plant Stellenabbau

Durch die Übernahme der Credit Suisse hat sich die Zahl der UBS-Mitarbeiter zwar auf rund 120'000 erhöht. Die Schweizer Bank will diese Zahl aber um rund 30 Prozent reduzieren, wie Bloomberg berichtet. Die UBS will die Personalkosten in den nächsten Jahren um rund 6 Milliarden Dollar senken. 

Der Schritt spiegelt auch die sinkenden Erträge der Investmentbanking-Abteilungen weltweit wider, die auf eine Verlangsamung des Geschäftsabschlusses zurückzuführen sind. Die Transaktionswerte sind in diesem Jahr um mehr als 40 Prozent gesunken, was dazu führte, dass die Wall-Street-Banken auf Sparflamme schalteten und einen Stellenabbau und Einstellungsstopp planten. Die Strategie der UBS im Investmentbanking sei auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Dabei wolle man ein «fokussiertes» Geschäftsmodell beibehalten, teilte die Bank weiter mit.

(awp/bloomberg/rul)