Jedes Jahr wandert aus der Schweiz eine Stadt der Grösse von Winterthur aus. Aus? Ein Schreibfehler? Nein, kein Fehler. Dies ist eine Story über Aus-, nicht über Einwanderung. Es geht nicht um das Kommen, sondern um das Gehen. Es geht um die Ursachen und die wirtschaftlichen Folgen eines Trends, letztlich um die Zukunft der Schweiz. Und um die Menschen, die der Schweiz den Rücken kehren.

Die wichtigste Zahl vorweg: der Wanderungssaldo. Er beziffert die Zahl der eingewanderten Personen abzüglich der ausgewanderten Personen, also die Nettozahl der Wanderung. Es ist die wirtschaftlich entscheidende Grösse, denn sie misst das Wachstum der Bevölkerung durch die Wandernden. Diese Zahl nimmt seit 2008 nicht zu, sie nimmt konstant ab. 2008 lag der Wanderungssaldo bei 98 000 Personen, 2012 nur noch bei 45 000 – eine Abnahme um mehr als die Hälfte.

Mit anderen Worten: 2008 standen 184 000 Eingewanderten 86 000 Ausgewanderte gegenüber. Damals wuchs die Schweiz durch Wanderung noch um rund 98 000 Menschen, was einer Stadt der Grösse Winterthurs entspricht. 2012 war es nur noch eine Stadt von der Grösse Thuns. Der Saldo sank auf ein Drittel der Einwanderung, auch wenn der Bestand immer noch wächst. Der Grund für eine fallende Kurve des Wanderungssaldos ist zunächst simpel. Es wandern weniger ein und gleichzeitig mehr aus, wie die Daten des Bundesamtes für Statistik zeigen (siehe Grafik unter 'Downloads'). Im Fall der Schweiz ist eine Gruppe dafür verantwortlich: die Ausländer. Ihre Einwanderung nimmt ab, ihre Auswanderung zu. Nicht dramatisch, aber anhaltend. 2012 wanderten so viele Menschen aus wie seit 20 Jahren nicht mehr.

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Die politische Schweiz hingegen diskutiert von links bis rechts über ein Zuwanderungsdrama. «Eine Diskussion, die oft faktenfrei stattfindet», sagt Boris Zürcher, der Arbeitsmarktchef des Bundes. So wurde von den Medien auch übersehen, dass die Gesamteinwanderung im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent und der Wanderungssaldo um 13,5 Prozent zurückging. Die effektiven Neuzugänge der Erwerbstätigen aus den EU-17-Stammländern und der EFTA sanken sogar um 19 Prozent. Ein einmaliger Ausreisser? Mag sein, vielleicht aber auch ein Signal.

Wanderarbeiter

Warum wird nur die eine Seite der Medaille wahrgenommen? Sicher weil die fremdländisch klingenden Durchsagen der 23 im vergangenen Jahr eingewanderten Lokführer und Tramchauffeure mehr auffallen als die Zügelwagen, die den Hausstand der ausländischen Familien in deren Heimat zurückbringen. Vielleicht aber auch, weil man sich ins Ausland begeben muss, um zu verstehen, was geschieht.

Wir treffen Stefan Bosnjakovic in London. Dort hat er regelmässig Einsätze, und dort trifft er seine Kollegen. IT-Sicherheit ist ihr Geschäft, sie sind gefragte Experten in der Finanzindustrie. In Zürich arbeitete er für die Zürcher Kantonalbank, die UBS und die Credit Suisse, sieben Jahre lang war er in der Schweiz. Jetzt heuerte er bei der Deutschen Bank in Frankfurt an. «Mein Salär ist hier besser, sogar nach Steuern», sagt der Österreicher. Spasseshalber hat er einen Monat lang seine Lebenshaltungskosten im lebendigen Frankfurter Quartier Bornheim mit denen in Zürich verglichen. «Frankfurt kostet mich weniger als ein Drittel vom dem, was ich in Zürich verbrauchte», sagt er.

Bosnjakovic fühlte sich «vom ersten Tag an» gut aufgenommen. Niemand fragt ihn wegen seines Familiennamens, wo er denn herstamme. Am Wochenende fliegt er jeweils nach Wien, in seine Heimatstadt. Er ist ein typischer Expat, einer der hoch bezahlten Wanderarbeiter. Ihr Arbeitsmarkt ist Europa. Und Europa sucht IT-Experten wie Bosnjakovic. «Der Kampf um die Talente hat erst begonnen», sagt er.

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Die Geschichte vom mobilen IT-Experten zeigt auch, dass sich in den Jahren der steten Einwanderung in der Schweiz ein Selbstbild entwickelt hat, das inzwischen nicht mehr mit dem Aussenbild übereinstimmt. Die Schweiz als weltoffene, wettbewerbsfähige, dynamische Nation, begehrt und geliebt, als Heidi-Land verniedlicht und oftmals überhöht, als Insel der Seligen und Schlaraffenland der Werktätigen empfunden. «Dieser Jöh-Effekt ist eindeutig weg», sagt der Berater Matthias Mölleney, der vor elf Jahren als Swissair-Personalchef einen dramatischen Arbeitsplatzabbau zu orchestrieren hatte und seitdem Unternehmen bei der HR-Strategie berät.

«Früher mussten die Personalabteilungen nur eine Stelle ausschreiben», erzählt Mölleney, «dann kamen Waschkörbe voller Bewerbungen.» Das ist vorbei, die Personalmanager klagen ihm gegenüber immer häufiger: «Wir kriegen keine mehr.»In der kürzlich veröffentlichten Studie «HSBC Expat» liegt die Schweiz in der Rangliste der beliebtesten Länder auf Platz 13, hinter China, den Cayman-Inseln, Brasilien oder Deutschland. Befragt wurden 7000 Expatriates in 100 Ländern. Länder wie Frankreich, Belgien und Spanien schnitten wegen kostengünstiger Schul- und Kinderbetreuungssysteme besser ab. Expats mit Kindern bevorzugten Deutschland.

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Headhunting europaweit

Die Berliner Migrationsforscher Lenore Sauer und Andreas Ette sprechen nicht mehr vom «brain drain», sondern von der «brain circulation». Sie stellten bei deutschen Auswanderern in die EU in den Jahren 1996 bis 2006 eine Rückwanderungsquote von 78 Prozent fest, das heisst, 78 von 100 Personen kehrten nach Deutschland zurück. Das Phänomen ist also nicht neu.

Das Basler Prognos-Institut befragte 2007 weltweit 1745 Auswanderer nach ihren Motiven und Verhaltensweisen. 53 Prozent dachten über eine Rückkehr nach. Private Gründe spielten für ihre Bereitschaft zur Rückkehr eine wichtige Rolle: die Nähe zu Freunden oder den älter werdenden Eltern, der Schulbeginn der Kinder und das Heimatgefühl (siehe Grafik unter 'Downloads'). Das war vor sechs Jahren, als die deutsche Wirtschaft noch nicht rund lief. Doch heute ist die Konjunktur in Deutschland und vielen Ländern in Europas Norden weitaus robuster.

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«Es gibt Arbeit», titelte das deutsche Wirtschaftsmagazin «Capital» im August. Nur noch 2,4 Prozent der deutschen Akademiker sind arbeitslos. Eine Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnt: In den kommenden zwei Jahren können in Deutschland eine Million Stellen für Akademiker nicht besetzt werden, davon 280 000 für Ingenieure.Eine regelrechte Vermittlerindustrie stürzt sich auf die Fachleute. Headhunter für die Topjobs, aber auch Agenturen für die Massenrekrutierung von Fachkräften für den Bau und den Gesundheitssektor umwerben die Kandidaten europaweit. EURES, das Stellenportal von EU und EFTA, listet offene Posten von Lissabon bis Tallinn auf, auch in der Schweiz verzeichnet die Datenbank 8200 Einträge.

Auf diesem Markt ist der Schweiz eine Konkurrenz erwachsen, vor allem im krisenfreien nördlichen Europa. Bei der Zentralen Auslandsvermittlung (ZAV) in Deutschland hat man bereits in den Rückwärtsgang geschaltet. Vor drei Jahren beschäftigte sich die ZAV noch zu 80 Prozent damit, Deutsche ins Ausland zu vermitteln. Tempi passati. «Nach 2010 hat sich unser Geschäft komplett verändert», erklärt ZAV-Chefin Monika Varnhagen. 2010 brachte sie noch mehr als 10 000 Deutsche ins Ausland. 2013 waren es nur noch 2000, weniger als 1000 davon für die Schweiz. Jetzt holen sie Fachkräfte nach Deutschland.

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Umworbene Mediziner

Im deutschen Crailsheim beackert Ralf Eisenbeiss vom Vermittlerunternehmen Franz & Wach den Ärztemarkt. «Für die Schweiz könnten wir viel mehr Kandidaten gebrauchen», sagt Eisenbeiss. «Die Spitäler fragen mehr nach, als wir rekrutieren können.» Die Schweizer Löhne sind zwar für deutsche Mediziner oft noch attraktiv, aber das ändert sich rasant. Deutsche Spitäler umwerben nicht nur Ober- und Chefärzte mit komfortablen Salärpaketen. Assistenzärzte rekrutieren sie über die Grenze hinweg auf Jobmessen in Prag und Warschau.

Die Deutschen-Schwemme an den Schweizer Spitälern darf man daher als historische Episode begreifen. Heute werben deutsche Kliniken um Personal in der Schweiz. Ein prominenter Fall beschäftigt gerade das Zürcher Unispital. Volkmar Falk, Klinikdirektor am Herzzentrum, steht in Verhandlungen um den begehrten Posten als Chef des Berliner Herzzentrums, eines der grössten seiner Art in Europa. Die Zürcher wollen ihn halten. «Wenn ich mehr verdienen wollte, hätte ich längst etwas anderes gesucht», sagt Falk. – Ein deutschstämmiger Intensivmediziner im Kader eines Ostschweizer Spitals erzählt, wie er den neuen Trend zu spüren bekam. Kaum hatte er – ohne Abwanderungsgedanken – sein Profil auf dem Expertenportal Xing online gestellt, da wurde er schon mit Headhunter-Anfragen aus der Heimat überhäuft.

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Der Fachkräftemangel breitet sich über alle Hierarchiestufen und Berufsfelder hinweg aus, ohne aktive Anwerbung in den Herkunftsländern kommen viele Unternehmen nicht mehr an das gefragte Personal heran, und es dauert länger, bis passende Kandidaten gefunden sind. Diese wissen zwar, dass in der Schweiz gut bezahlt wird und die Steuern moderat sind. Aber sie wissen auch anderes – aus Internetportalen und Ratgeberbüchern, Vergleichsrechnern und Blogs. Sie kennen die Lebenshaltungskosten, das Krankenkassensystem und das Kündigungsrecht. Und sie fragten, welchen Einfluss diese Partei denn habe, berichtet Mölleney. Sie meinen die SVP, deren Kampagnen im Ausland häufiger zum Medienthema wurden. Diese Kampagnen hinterlassen Spuren. «Wer kann schon Diffamierung ertragen?», so Mölleney.

Gratwanderung

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Hinter den Statistiken stecken Menschen. Die polyglotte, tatendurstige Christine P. zum Beispiel, die wir mit gepackten Koffern antreffen. Nach dem Studium in den USA und Deutschland landete sie 2005 in der Schweiz bei einem Chemieunternehmen. Zunehmend frustriert bemerkte sie, dass ihr der Weg in den «inner circle» verstellt, ein Aufstieg verbaut gewesen sei. Inländer hatten wohl Vorrang. Ihren Groll wurde sie in einem Businessnetzwerk los, dessen Apéro-Treffs bald zum Sammelbecken für Enttäuschte wurden. Da war die Amerikanerin, die nach acht Jahren wegzog; der Personalchef, der nach Stuttgart zurückging; der Deutsche, der sich nach dreissig Jahren immer noch nicht zu Hause fühlt; der Schotte, der nun in Frankfurt lebt.

«Selbst wenn man sich gewissenhaft auf die neue Tätigkeit in der Schweiz vorbereitet und aufmerksam alle möglichen Ratgeber studiert – in der Realität ist alles viel schwieriger», blickt Michael Pfister zurück. Er kam 2010 als Kommunikationschef zur Bank Vontobel. Zuvor hatte er die globale Kommunikation bei deutschen Grossunternehmen verantwortet. Seine Euphorie war rasch verflogen, das Arbeitsleben empfand er als «ständige Gratwanderung, sich einerseits nicht anzubiedern und andererseits nicht zu deutsch aufzutreten, indem man die scheinbar nebensächlichen Schweizer Gepflogenheiten missachtet». Pfister blieb nicht lange, er wechselte als Geschäftsleitungsmitglied in ein Hamburger Beratungsunternehmen.

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Schweizer Lohnvorteile relativiert

«Ich sage, was ich denke», erklärt die Versicherungsmanagerin Susanne W., ihr wurde im neuen Job nach der Probezeit gekündigt. Und plötzlich waren alle Türen zu. Arbeitslosengeld wollte sie nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie sechs Jahre in der Schweiz war. «Ich wollte auch nicht in der Schweiz Grossmutter werden», sagt sie freimütig. Jetzt hat sie in Deutschland unterschrieben – für weniger Lohn: «Geld ist nicht alles.»

Kerstin Odendahl ging in Mexico City zur Schule. Sie studierte in Bonn, Trier und Aix-en-Provence. Sie lehrte an der Sorbonne in Paris, an der Georgetown University in Washington, D.C., in Den Haag und Abu Dhabi. 2004 wurde sie Professorin an der Universität St. Gallen. Sie brachte es dort bis zur Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und wurde von den Studenten für ihr «best teaching» ausgezeichnet. Dann kam 2011 der Ruf an die Universität Kiel als Co-Direktorin des ältesten deutschen Völkerrechtsinstituts mit 30 Mitarbeitenden. «Das war eine grosse Ehre», sagt die Professorin. Sie konnte fast nicht Nein sagen. Dennoch machte sie es sich nicht einfach und erwog auf einer Plus-minus-Liste ihren Schritt mit System. Ein Punkt war das Salärangebot, das niedriger ausfiel. Doch wenn sie alles durchrechnete, steigerte sie ihren Lebensstandard. Beim Hauskauf konnte sie sich von ihrem Franken-Schuldenberg befreien und in Kiel günstiger kaufen.

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Benefits für Rückkehrer

Die Kieler Universitätsbürokratie empfand die Juristin als erfrischend unkompliziert. «Die Schweiz ist teilweise bürokratischer», sagt sie. Odendahl ging nicht im Groll – ganz im Gegenteil, sie kommt noch immer für einen Lehrauftrag nach St. Gallen. «Ich vermisse die kulturelle Vielfalt des Landes und den feinen, leisen Humor der Schweizer», sagt sie. «Und ich hätte nie gedacht, dass mir die Berge fehlen würden.» Persönliche Anfeindungen erlebte sie nie, aber die SVP-Kampagne gegen den «deutschen Filz» an den Universitäten irritierte sie. «Das trifft einen!», sagt sie. «Ich war zutiefst erschüttert.» Das war der Minus-Punkt zu viel für die Schweiz auf ihrer Liste.

Professorin Odendahl wurde sehr professionell nach Deutschland gelockt. Mit dem Ruf als «Krupp-Professorin» kam sie in den Genuss von Zügelhilfe, frei verfügbaren Berufungsmitteln für Dienstreisen, Institutsausstattung sowie für Bücher und Drittmittel, die beim Wechsel verloren gehen. «Internationalisierung» ist nun das Motto an den deutschen Universitäten. Für ausgewanderte Forscher sind zahlreiche Rückkehrerprogramme aufgebaut worden. Im German Academic International Network (Gain) sind bereits 4500 Wissenschaftler vernetzt. Universitäten und grosse Forschungsgesellschaften wie Fraunhofer und Max Planck werben mit 29 Grossunternehmen an internationalen Jobmessen.

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Die Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Exzellenz-Initiative des Bundesbildungs- und Forschungsministeriums fördern die Rückkehrer. Allein 2011 gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft 60 Millionen Euro für Heimkehrende aus. Und die German Scholars Organisation (GSO) hat mit Geldern der Krupp-Stiftung schon 52 heimkehrende Professoren bezuschusst. Sie erhielten jeweils bis zu 100 000 Euro. Wie Professorin Odendahl wurde so der Mineraloge Andreas Stracke aus Zürich an die Universität Münster gelockt. Ob Universitäten, ETH oder Rektorenkonferenz: Überall wird das Desinteresse der Deutschen registriert.

Alter zweitrangig

Selbst die deutschen Bundesländer werden aktiv. Mit dem Programm des Landes Nordrhein-Westfalen wurde zum Beispiel ein junger Neurowissenschaftler aus den USA an die Universität Bonn zurückgeholt. Bis 2015 darf er 1,25 Millionen Euro für seine Ausrüstung ausgeben. «Wir brauchen euch!», ruft in Frankfurt am Main der Präsident der Industrie- und Handelskammer, Mathias Müller. Und in Bayern setzten sich prominente Wirtschaftsgrössen wie BMW-Grossaktionärin Susanne Klatten, Linde-Chef Wolfgang Reitzle, Adidas-Chef Herbert Hainer oder der Antennenbauer Anton Kathrein mit dem Wirtschaftsministerium des Freistaates für ein gross angelegtes Programm unter dem Titel «Return to Bavaria» ein. Im Oktober luden sie in Zürich zur ersten Informationsveranstaltung für höher qualifizierte Fachkräfte. Nach der hundertsten Anmeldung mussten sie die Registrierung stoppen, der reservierte Saal im Zunfthaus zur Meisen war viel zu klein.

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Kaderleute von Versicherungen, Banken, Pharmafirmen, SBB oder ABB – eine bunte Mischung besuchte den Event. Ein Einspielfilm, eine PowerPoint-Präsentation und ein Apéro mit Weisswürsten und Brezen warben für den Freistaat, der mit Balkengrafik im Standort-Ranking auf Platz drei hinter Schweden und der Schweiz präsentiert wurde, man sei «weltoffen und tolerant». «Es ist zweitrangig, wie alt Sie sind», erklärte eine Anwerberin, «wir haben auch Interesse an Erfahrungsträgern.» Und künftig werde man auch Meister und Gesellen umwerben, auch sie sollen «Teil der weltweiten Rückkehrbewegung» werden. «Hunderttausende offene Stellen», erklärt Monika Wilhelm vom bayerischen Wirtschaftsministerium, «haben nichts mit Politik zu tun, das sind die Realitäten.»