Die amerikanischen Tech-Konzerne setzten in der Viruskrise früh und entschlossen aufs Prinzip Homeoffice. Und einige Grössen der Branche – wie Facebook, Twitter und Square – haben bereits einen grundsätzlichen Wechsel verkündet: Es bleibt weitgehend so. Wer will, kann auch in ferner Zukunft Telearbeit leisten. 

Google blieb seit März ebenfalls konzernweit geschlossen. Nun aber gab Alphabet-Konzernchef Sundar Pichai in einem Memo bekannt, dass man ab Anfang Juli zum Normalzustand zurückkehren will. 

Ab 6. Juli werden mehr und mehr Büros in den Google-Standorten weltweit wieder geöffnet. Dann sollen die Angestellten, je nach Bedarf oder je nach Wunsch, rotierend an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, allerdings mit einer gewissen Zurückhaltung: «Stellt euch vor: Ein Tag alle zwei Wochen, so dass die Gebäude in etwa zu 10 Prozent besetzt sind», so der Konzernchef. 

Dieses Prinzip gilt konzernweit. Google ist mit knapp 4'000 Mitarbeitern aus 85 Nationen in der Schweiz präsent – hier ist sein grösster Forschungs- und Entwicklungsstandort ausserhalb der USA.

«Weiterhin, wenn ihr könnt»

Im September, so Pichai weiter, wird dann das Rotations-Programm intensiviert, so dass die Arbeitsplätze zu über 30 Prozent besetzt sind. 

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So oder so: Bis Ende dieses Jahres ist es – abgesehen von einzelnen Funktionen – den «Googlern» freigestellt, ob sie zurückkehren wollen. «Und wir ermutigen euch», so Pichai, «weiterhin von zuhause aus zu arbeiten, wenn ihr könnt.»

Und dann folgt eine Passage in Fettschrift: Da klar sei, dass die meisten Angestellten bis zum Jahresende Telearbeit leisten, «werden wir jedem Googler eine Zuwendung von 1'000 Dollar oder den Gegenwert in seinem Land geben, um einen Beitrag zur nötigen Ausrüstung oder Büromöblierung zu leisten.»

(rap)