Hundebesitzerinnen und -besitzer lassen ihre flauschigen Lieblinge nicht gerne allein zu Hause. In den meisten Schweizer Büros sind die Vierbeiner aber bisher nicht willkommen und müssen deshalb zu Hause auf Herrchen oder Frauchen warten. Dabei können sich immer mehr Büroangestellte vorstellen, Hunde am Arbeitsplatz willkommen zu heissen.

7 von 10 Arbeitnehmenden sind überzeugt, dass ein Hund im Büro den allgemeinen Stresspegel reduzieren kann. Unter den Hundebesitzer sind es gar 8 von 10. Für die Umfrage befragte das Forschungsinstitut iVox im Auftrag von Mars 1000 Angestellte aus der Schweiz.

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Hundefreundliches Büro macht Arbeitgeber attraktiver

Die Umfrage zeigt auch, dass knapp drei Viertel der Befragten den Grossteil der Woche im Büro verbringen. Jedoch ist nur etwa ein Drittel täglich vor Ort. Denn im Büro empfindet ein Grossteil der Angestellten mehr Stress. Egal, ob wegen des Pendelwegs (39 Prozent), häufigen Unterbrechungen (38 Prozent) oder des allgemeinen Lärmpegels (29 Prozent).

Was könnte da besser helfen als der beste Freund des Menschen? Über 60 Prozent der Befragten glauben, dass ein Hund im Büro sich neben dem allgemeinen Stressniveau auch auf die Büroatmosphäre, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit bei der Arbeit positiv auswirkt. Über die Hälfte finden einen Arbeitgeber mit einem hundefreundlichen Umfeld zudem attraktiver.

Sollen Hunde mit ins Büro dürfen, braucht es Regeln dazu.

Sollen Hunde mit ins Büro dürfen, braucht es Regeln dazu.

Quelle: imago/photothek

Vor allem für die Hundebesitzerinnen und -besitzer wäre der Alltag einfacher, wenn sie ihren treusten Freund mit an den Arbeitsplatz nehmen dürfen – sie gehen dann auch eher ins Büro. Drei Viertel fühlen sich zudem produktiver, wenn sie in der Pause mit ihrem Hund spazieren gegangen sind. Insgesamt würden 80 Prozent der Hundebesitzer ihren Vierbeiner mit an den Arbeitsplatz nehmen, wenn sie dürften.

Es braucht Regelungen für Zwei- und Vierbeiner

Damit es im Büro auch mit den Vierbeinern recht zu und hergeht, braucht es auf jeden Fall eine Hundepolitik. Bereits 35 Prozent der Schweizer Büros haben eine solche Regelung. Ein Fünftel der befragten Angestellten wissen dagegen gar nicht, ob Hunde bei ihnen im Geschäft erlaubt sind.

Die Hundepolitik hält Regeln für Vier- aber auch Zweibeiner fest. Es macht beispielsweise Sinn, die Richtlinien von Hundebesitzern unterschreiben zu lassen. Es wird zudem empfohlen, die Hunde schrittweise ans Büro zu gewöhnen: erst einige Stunden, dann einen halben und schliesslich ganze Tage. Auch Hundezonen sowie hundefreie Zonen wären eine Idee. Falls es Personen mit einer Hundeallergie gibt, muss auch dafür eine Lösung gefunden werden.

Mars Schweiz hat die Umfrage zu Hunden im Büro wohl nicht ganz ohne Hintergedanken durchgeführt. Zum Sortiment des Nahrungsmittelriesen gehören mehrere Tierfuttermarken wie beispielsweise Pedigree oder Royal Canin. Die Umfrage wurde zum diesjährigen «Bring-dein-Hund-zur-Arbeit-Tag» veröffentlicht.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Blick.ch unter dem Titel «Weniger Stress am Arbeitsplatz dank Hunden».

Milena Kälin von Handelszeitung
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