Meist fängt alles ganz harmlos an: Der Chef verschickt ein E-Mail an alle im Homeoffice und vergisst, einen seiner Mitarbeiter auf den Verteiler zu setzen. «Sorry, ein Versehen», heisst es lapidar. Am nächsten Tag kommt die Einladung zum gemeinsamen Zoom-Meeting – und wieder fehlt dieser eine Kollege auf der Liste.

Prompt verpasst er eine wichtige Info und macht einen Fehler. «Wir müssen über Ihre Leistung sprechen», fährt ihn der Chef beim nächsten Online-Meeting vor der ganzen Mannschaft an. Damit ist die Hetzjagd eröffnet: Alle im Team fangen an, an der Arbeit des missliebigen Kollegen he­rumzukritisieren. Jeder noch so kleine Fehler wird aufgebauscht – bis der Angefeindete zermürbt ist.