Und wieder landet ein Dossier – die Gesundheitsplattform iMpuls – im Einflussbereich von Sarah Kreienbühl. Und wieder habe man es ihr angetragen. Mittlerweile ist die 48-jährige Managerin für ganz vieles im Migros-Konzern zuständig: Sie ist Personalchefin in einem Unternehmen mit gut 105'400 Mitarbeitenden, gebietet über das Kulturprozent, das alljährlich 120 Millionen Franken vergibt, sie führt die wichtige Konzernkommunikation, lenkt den Migros-Verlag, der das «Migros Magazin» mit 2,3 Millionen Lesern verbreitet. Sie ist für die Klubschulen zuständig, für den Geschäftsbericht, für das Gottlieb Duttweiler Institut, für die Parks im Grünen, die Monte-Generoso-Bahn, den Förderfonds Engagement und das Migros-Kunstmuseum in Zürich.

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Die Fülle an Dossiers zeigt: Migros-Generaldirektorin Kreienbühl, erst Anfang 2018 zum Detailhändler gestossen, ist im Schnellzugtempo zur zentralen Führungsperson aufgestiegen. Sie geniesst das Vertrauen von Konzernchef Fabrice Zumbrunnen und hält dem Chefstrategen den Rücken frei. Er hat ihr die Kommunikation übertragen, die ansonsten usanzgemäss beim Chef angesiedelt ist. So war es auch bei Zumbrunnens Vorgänger Herbert Bolliger. Manch einer fragt sich intern erstaunt, wie eine Quereinsteigerin, die bis Ende letzten Jahres bei der Hörgerätefirma Sonova wirkte, derart zügig arrondieren konnte.