Keine Weiterverwendung ­per­sönlicher Daten, Ende-zu-­Ende-Verschlüsselung und eine nachvollziehbare Quelle – das sind die drei wichtigsten Sicherheitskriterien für Apps.

Besonders in Homeoffice-Zeiten gilt es, darauf zu achten und den Schutz sensibler Unternehmensinterna nicht zu riskieren. Hier sind Alternativen zu Homeoffice-Tools wie Zoom, Slack und Google Docs – sieben davon aus der Schweiz!

Veeting und Infomaniak

Videokonferenzen sind im Homeoffice unabdingbar. Eine Schweizer Alternative zu Zoom ist Veeting Rooms. Die Video- und Audiokonversation der digitalen Konferenzlösung aus Zürich erfolgt über verschlüsselte Verbindungen, alle Daten werden in zertifizierten Datenzentren in der Schweiz gespeichert – und auch Off-the-Record-Veetings oder Webinare sind möglich.

Veetings sind mit bis zu zehn Teilnehmenden möglich, bei Webinaren oder Präsentationen können bis zu fünfzig Nutzer zuschauen. Aktuell sind Veetings bis zu dreissig Minuten und mit bis zu fünf Teilnehmenden kostenlos.

Alternativ bietet der Genfer Hosting-Provider Infomaniak kostenlos eine nach eigenen Angaben datenschutzkonforme Konferenzlösung an, die auf der Open-Source-Software Jitsi Meet basiert. Beide Anbieter ermöglichen auch die Freigabe von Bildschirminhalten.

Secure Safe und Tresorit

Dokumente online speichern und mit anderen teilen kann man nicht nur mit dem Internetriesen Google Docs. Gleich zwei Schweizer Alternativen stehen sogar auf einer Liste datenschutzkonformer Dienste des Kantons Zürich: Secure Safe und Tresorit, beide aus Zürich, ermöglichen das Ende-zu-Ende-verschlüsselte Synchronisieren und Teilen von Dateien.

Podcast: Homeoffice in Corona-Zeiten

Tresorit kann ab 10 Euro monatlich pro Mitarbeiter oder Mitarbeiterin genutzt werden, Secure Safe gibt es ab 4 Franken.

Libre Office

Ein freies Office-Paket, das kostenlos viele Funktionen bietet, die man von Microsoft Office gewohnt ist, ist Libre Office. Das Angebot wurde von einer gemeinnützigen Gemeinschaft unter dem Dach der Document Foundation mit Sitz in Berlin entwickelt und soll für alle kostenlos sein und bleiben.

Besonders für Mitarbeitende in Heim­arbeit, die den privaten Computer plötzlich für den Job nutzen müssen, sind die Tools, die an Word, Excel und Powerpoint erinnern, eine geeignete Gratis-Alterna­tive. Auch PDF können editiert und Datenbanken verwaltet werden.

Das Angebot gibt es auch als Online-Version, in der mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam an diverser Dokumenttypen gearbeitet werden kann.

Lucy Security

Viele Fernzugriffe auf Unternehmensnetzwerke erhöhen in Home­office-Zeiten das Risiko von Hacker- und Phishing-Angriffen.

Das Internetsicherheitsunternehmen Lucy Security mit Sitz in Zug hat die Online-Bildungsplattform Workfromhome (wfh.education) aufgebaut, die Mitarbeitende in der Heimarbeit mithilfe von kostenlosen Kursen, Videos, Checklisten und Spielen für die Internet-Sicherheit spielerisch sensibilisieren soll.

Cnlab Speedtest

Mit der WLAN-Speedtest-App von Cnlab aus Rapperswil-Jona SG können tatsächliche Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie Antwortzeit von PC oder mobilem Endgerät ermittelt werden.

So finden Mitarbeitende im Homeoffice den optimalen Arbeitsplatz mit der schnellsten Internetverbindung. Der Service ist kostenlos, browserbasiert mit ­einem Klick nutzbar – aber auch als Gratis-Download-App für Windows, iOS oder Android verfügbar. Der Schweizer Anbieter verspricht, keine Daten an Dritte weiterzugeben.

G/On Virtual Access

Einen virtuellen Zugang auf den Computer eines Kollegen ermöglicht die deutsche Lösung G/On Virtual Access. Sie basiert auf einer Kombination von Soft- und Hardware. Desktops oder Applikationen können durch die Nutzung einer speziellen Microsmart-­SD-Karte in einem abgeschotteten Netzwerk geteilt und gemeinsam genutzt werden, ohne dass dabei ein tatsächlicher Zugang zum LAN entsteht.

Laut Anbieter erfolgen die Fernzugriffe mit 360°-Rundum-Schutz. Die Lösung soll ein VPN unnötig machen und ist in diversen Teamgrössen einsetzbar, von 5 bis 5000.

Zistemo

Ein Zeit-Management-Programm, das Anwesenheiten, Pausen und Projektzeiten erfasst und so HRlern Verwaltungsarbeit abnimmt, ist Zistemo. Die Software des 2014 in Schaffhausen gegründeten Unternehmens bietet Personalern zusätzlich das Festlegen von Regeln für Pausen oder Gleitzeiten und kann mit anderen Apps wie Asana, Trello oder Jira synchonisiert werden.

Wer im Home­office arbeitet, kann sich zu Arbeitsbeginn und nach Pausen ein- und auschecken – so wird die tatsächliche Arbeitszeit getrackt, das Management behält auf einem Anwesenheits-Dashboard den Überblick.

Threema und Wire

Verschlüsselte Telefonie und Instant Messaging auf Smartphones und Tablets ermöglicht die in einer Dreizimmer-Wohnung in Zürich entwickelte App Threema. «Kein anderer Chat-Dienst weist ein vergleichbares Mass an Sicherheit, Metadatensparsamkeit und Vertraulichkeit auf», heisst es auf der Website der Schweizer.

Telefonate, Daten, Dateien und Chatverläufe werden nicht gespeichert, die Übertragung erfolgt per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Applikation gibt es für PC, Android und iOS. Business-Kunden zahlen ab 1,40 Franken pro Monat und Nutzerin oder Nutzer. Eine weitere Alternative mit denselben Funktionen und Schweizer Sicherheitsstandards ist Wire. Die private Nutzung ist kostenlos.

Loop it

Fit bleiben im Homeoffice – das hat sich in Corona-Zeiten das Sportamt der Stadt Zürich zum Ziel gesetzt und setzt dabei auf Teamgeist.

Jeder kann kleine Sportübungen aufnehmen und auf Insta­gram, Tiktok oder Facebook mit der Verlinkung @loop_it.ch oder dem Hashtag #loop_it teilen. Das Sportamt sammelt alle Übungen gebündelt auf loop-it.ch.

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