Schweizer Firmenchefs gehören zu den Spitzenverdienern in Europa: Mit rund 3,1 Millionen Euro lag der hiesige Durchschnitts-CEO im Jahr 2018 knapp hinter seinem britischen Top-Kollegen mit fast 3,2 Millionen Euro. Laut einer Studie der Vlerick Business School in Belgien ist also Grossbritannien bei den Cheflöhnen Spitzenreiter in Europa.

Verglichen wurden die Chefgehälter in Unternehmen, die im Aktienindex Stoxx Europe 600 kotiert sind: Demnach verdienten Konzernchefs von Börsen-Unternehmen im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,88 Millionen Euro. Aus der Schweiz wurden 47 Unternehmen des erweiterten SMI-Index untersucht – also etwa Clariant, ABB, Lonza, Credit Suisse oder Novartis

Etwas anders sieht der Vergleich nach Vergütung in Grosskonzernen aus: Hier liegen die deutschen Dax-Manager unangefochten an der Spitze mit 5,1 Millionen Euro im Jahr 2018, ein Jahr zuvor waren es sogar 6,2 Millionen. Am bescheidensten verdienten die skandinavischen Manager im Stoxx Europe 600: Rund 1,7 Millionen Euro.

Europaweit setzt sich die Vergütung jeweils zu etwa einem Drittel aus fixer und variabler Vergütung (short-term incentive) sowie einer langfristigen Beteiligung (long-term incentive) zusammen. In Grossbritannien ist der Anteil der variablen Vergütung besonders hoch, fast die Hälfte der durchschnittlich 3,2 Millionen Euro. 

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Interessant ist auch der Blick auf die Kriterien für die variable Vergütung: In der Schweiz koppeln 87 Prozent der untersuchten Unternehmen die variable Vergütung ihrer CEOs an langfristige Vergütungsziele: Dazu zählen Umsatz und Gewinn, Beschäftigte, Kunden, Sicherheit, Innovation, Umwelt und Aktienrendite. 

(mlo)