François-Henry Bennahmias – Hoodie, Chino und ­Sneakers – macht es sich in einem der einladenden ­Sessel im Foyer bequem. Der CEO von Audemars Piguet (AP) beginnt das ­Gespräch mit der Frage «Wie haben Sie den Lockdown erlebt?» und wartet dann geduldig auf die Gegenfrage. Seine Antwort: «Ich hatte einen sehr strukturierten Tagesablauf und viel Zeit, um darüber nachzudenken, was für uns das nächste grosse Ding sein wird.» Dazu später.

Der Grund für das Rencontre ist nämlich nicht das nächste, sondern das letzte ­grosse Ding: das Musée Atelier Audemars Piguet am Hauptsitz in Le Brassus im Kanton Waadt. Es wurde Ende Juni eröffnet, Corona-bedingt statt mit Pomp und Pro­minenz im kleinen Kreis.

Das Museum, ein Wurf des dänischen Architekten Bjarke Ingels, sieht aus der Ferne aus wie der oberste Teil einer Riesenspirale, die sich aus dem Erdreich ans Licht geschraubt hat. Die Form ist kein Zufall: Die (Unruh-)Spirale ist das Herz mechanischer Uhren. Und die wiederum sind das Herz von Audemars Piguet.