Er sitzt im Wohnzimmer, hinter ihm das Bücherregal seiner Frau, der Schauspielerin und Regisseurin Ulrike Arnold. Auch nach knapp 20  Jahren Zusammenleben herrscht bei den Büchern Gütertrennung. Sie ist für zwei Monate nicht da, inszeniert in Braunschweig ein Theaterstück. Lüscher ist allein zurückgeblieben in der Wohnung in München, wo Corona-bedingt neu ab 21  Uhr eine Ausgangssperre gilt. «Mir fällt schon ein bisschen die Decke auf den Kopf», sagt er. «Ich würde gerne ins Theater, ins Kino oder wieder einmal in eine Bar.» Der Austausch findet nur noch per Zoom und Co. statt – egal ob dieses Interview oder Vorlesungen an der New York University und am Goethe-Institut in Buenos Aires.

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Herr Lüscher, werden denn Ihre Online-Vorlesungen gut besucht?
Nicht wirklich. Letzte Woche in New York waren es zu Beginn etwa 30 Personen und am Schluss vielleicht noch 24. Vor zwei Wochen bei einer Lesung für alle Goethe-Institute in ganz Lateinamerika zuerst über 100, am Schluss noch 70.