Mit der Lancierung von Facebooks Kryptowährung Libra hatte der gebürtige Genfer David Marcus letztes Jahr seinen grossen Auftritt. Libra weht seither von Regulatoren und Politikern ein eiskalter Wind entgegen, bisher kommt das Projekt nicht richtig in die Gänge.

Das hindert Facebook nicht daran, Marcus weitere Zuständigkeiten im Zahlungskontext zu geben: Er hat die Leitung der neuen Einheit F2 übernommen. F2 steht für «Facebook Financial», die Gruppe soll alle Dienstleistungen und Funktionen des Konzerns im Zahlungsbereich bündeln. Dazu ­gehört etwa der Bezahldienst Facebook Pay, mit dem sich auf Mes­senger, Instagram sowie WhatsApp Geld überweisen lässt. Auch die Überweisungsfunktionen von WhatsApp in Brasilien und Indien unterstehen Marcus.

Mehr Werbeumsätze dank Bezahldienst

Facebook hat viel Geld investiert, um in den dortigen E-Commerce-Märkten Fuss zu fassen, die lokalen Regulatoren blockieren die Bemühungen jedoch. Die Werbeumsätze des Konzerns werden steigen, so die Überlegung, wenn man auf den sozialen Medien Einkäufe tätigen kann.

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«Wir haben viele E-Commerce-Aktivitäten quer durch die Firma», so Marcus. «Es ist richtig, die Strategie auf Unter­nehmensebene in Bezug auf alle Zahlungen zu rationalisieren.»

Unabhängig davon bleibt Marcus Leiter von Novi Financial. Die Facebook-Tochter, die bis diesen Mai noch Calibra hiess, entwickelt eine eigene digitale Geldbörse für Libra.

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