Er war einer der ersten Manager, die für Lohnverzichte geweibelt hatten: General-Electric-Chef Larry Culp. Schon im März 2020 kündigte er vollmundig an, für das Restjahr auf sein zweistelliges Millionengehalt zu verzichten. Schlechter ging es ihm deshalb trotzdem nicht: Denn gleichzeitig sicherte er sich im Krisenjahr, in dem weltweit und auch in der Schweiz Tausende GE-Jobs gestrichen wurden, einen Bonus von stolzen rund 47 Millionen Dollar, da der Aktienkurs mindestens einen Monat lang über der 10-Dollar-Marke lag. Bekommen wird Culp seinen Bonus allerdings erst 2024 in Form einer Aktienauszahlung.

Mit leicht kleineren Summen muss sich ABB-Chef Björn Rosengren begnügen. Wie vor einem Jahr angekündigt, spendete die Konzernleitung während eines halben Jahres zehn Prozent ihrer Vergütung für Covid-betroffene Angestellte. Dennoch kam Rosengren auf ein Salär von stattlichen 9,1 Millionen Franken. Zum Vergleich: Sein Vorgänger Ulrich Spiesshofer verdiente 2018 alles in allem 8,5  Millionen Franken. Trotz Corona-Spende steht Rosengren also besser da.