Klar, Natalie Rickli, seit eineinhalb Jahren Gesundheitsdirektorin im Kanton Zürich, davor zwölf Jahre SVP-Nationalrätin, wollte in die Exekutive. Die 44-Jährige sagt auch, sie bereue den Entscheid nicht. Doch: Fraglos kam alles etwas schwieriger als vorgestellt. Gesundheitspolitik war für die auf Sicherheits-, Ausländer- und Medienthemen fokussierte Rickli Neuland. Es steht Wegweisendes an wie die Spitalplanung. Den Termin dafür hat sie – «sonst hätte ich mich nicht einbringen können» – um ein Jahr auf 2023 verschoben. Es war ihre erste Amtshandlung.

Dass sie neu sei im Fach Gesundheit, berge den Vorteil der Unbefangenheit, so eine ihrer ersten Botschaften. Die Corona-Krise ist eine beispiellose Zeit und Zaudern für Rickli ein Fremdwort. Sie verantwortet denn auch eine Reihe mitunter umstrittener Entscheide, wie die systematische Erfassung der Daten von Flugpassagieren, begleitet von einer Quarantäne-Kampagne, die sie innert kürzester Zeit mit der Werbeagentur Ruf Lanz aus dem Boden gestampft hat.