Als die Finma Ende Januar nach vier Monaten Fahndung den Namen ihres neuen Chefs präsentierte, begann auf den Fluren vieler Finanzfirmen die grosse Spurensuche – schliesslich ging es um ihren neuen Oberaufseher. Den Namen des Neuen hatte noch nie jemand gehört. Stefan who?

So stiegen die Zugriffszahlen auf ein kurzes You-Tube-Video der Europäischen Zentralbank (EZB) sprunghaft an. «Stefan Walter comments on the new forms of teaming» lautet die Überschrift des Clips vom 8. Dezember 2020, und man tritt dem Hauptdarsteller kaum zu nahe, wenn man den 51-Sekunden-Ausschnitt zur Anpassung der Regulierungsstruktur als eher unterhaltungsschwach taxiert – am Ende wurde ihm sogar das Wort abgeschnitten. Aber: Es ist der einzige auffindbare Bild-Auftritt von Stefan Walter in mehr als 30 Jahren intensiver Regulierungskarriere auf zwei Kontinenten – und der Beleg für eine Einschätzung, die Weggefährten bestätigen: Die erste Reihe hat der heute 59-Jährige nie gesucht.

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Dirk Schütz
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