Er ist ein grosser Unbekannter – und wird mächtigster Banker der Schweiz: Am 6. April wird Colm Kelleher zum neuen UBS-Präsidenten gewählt. Wer ist dieser Mann? Und was hat er mit der UBS vor? In unserer Titelstory zu «King Colm» zeichnen wir seinen Lebensweg und seine überraschende Wahl zum Nachfolger des langjährigen Präsidenten Axel Weber nach.

Der Ire arbeitete 30 Jahre bei dem Wall-Street-Haus Morgan Stanley und war eine Schlüsselperson für den Aufstieg in den letzten Jahren, in denen es Morgan Stanley zu einem fast dreimal so hohen Börsenwert wie die UBS brachte. Ein zentraler Faktor: Akquisitionen, besonders die Übernahme des Wealth Managers Smith Barney.

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Die UBS befindet sich hier dagegen seit der Finanzkrise noch immer in Schockstarre. Wenn die erstarkte Grossbank zu den Amerikanern aufschliessen will, braucht sie einen grösseren Deal. Und da liegt die Credit Suisse am nächsten. «Das wird sicher die Hauptpriorität des neuen Präsidenten sein», betont ein langjähriges UBS-Konzernleitungsmitglied. Entscheidend wird sein, ob sich die angeschlagene CS fangen kann.

Unfreundliche Übernahmen im Banking sind zwar selten, doch sollte angesichts der tiefen Bewertung ein ausländischer Player eine Offerte etwa zu einem doppelten Kurs anbieten, könnte die UBS als heimischer Retter ins Spiel kommen. Bei der UBS beginnt eine neue Zeitrechnung – mit einem Präsidenten, der etwas bewegen will und trotz seiner 64 Jahre keinen Zweifel daran lässt, dass er zehn Jahre bleiben will.

Lesen Sie das erste grosse Porträt des neuen UBS-Steuermanns in unserer neuen Ausgabe BILANZ 04/22.