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Digitaler Index
M wie «Meme»

Der digitale Index der gehobenen Internetsprache – erstellt von der «Handelszeitung» und jede Woche mit einem neuen Begriff.

Wortwitze verbreiten wie ein Digital Native: Meistern Sie die Kunst der sinnfreien Internet-Kommunikation.

Von HZ Redaktion
am 15.09.2016

Das Nachschlagewerk für den Bullshit, der uns in der modernen Geschäftswelt tagtäglich um die Ohren fliegt.

Meme, das

(engl.) ausgesprochen «Miem» (ja nicht «Me-me»), von «Mem» ([kommunizierter] Bewusstseinsinhalt), genannt 1976 im Buch «Das egoistische Gen» von Richard Dawkins. Gemeinhin wird ein Bild einer mehr oder weniger bekannten Figur (Comic, Politiker, Schauspieler, Tier usw.) mit ­einer kurzen textlichen Aussage verbunden, die mit dem Bild höchstens in ironischem Zusammenhang steht und oft selber einen Wortwitz beinhaltet. Es ist ein Internet-Insider-Witz oder einfach ein lockerer Spruch mit viraler Verbreitung. Beispiel für Digital Immigrants: Seite 3 des «Stern» mit Politiker-Dialog-Bildern und witzigen Sprechblasen; Karikaturen von Loriot und seinem Wort- und Bildwitz; Porträt von Chuck Norris, der erklärt, er hätte den Flughafen von Berlin in einer Woche bauen können. Digital Natives werden Immigrants selten das Phänomen eines M. erklären, das ist schon lange ein M. für sich selbst.

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