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Digitales Leben
Hilfe, ich bin zu dumm für Snapchat!

Keystone

Die Socialmedia-Plattform Snapchat boomt und hat schon 100 Millionen Nutzer am Tag. Auch unser Autor macht nun mit - allerdings ist er total frustriert.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 23.06.2016

Ein Kollege schwärmte, wie verrückt er nach Snapchat sei. Vor allem die Video-Schnipsel zur Fussball-EM liebe er. Snapchat mache ihn total süchtig. Der Mann ist 44 Jahre alt.

Sein Alter ist insofern nicht unwichtig, als der rasant wachsende Messaging-Dienst eher bei jungen Menschen trendy ist. Angeblich sind die Hälfte der Snapchat-Nutzer zwischen 16 und 24 Jahre alt. Ich war bisher nicht bei Snapchat. Meine Entschuldigung: Ich bin schon 40 Jahre alt.

Muss ich zuerst Freunde «adden»?

Ich habe mich dann doch angemeldet, will ja kein digitaler Versager sein, schon gar nicht in EM-Zeiten. Die Anmeldung funktionierte problemlos. Das Problem ist nur, dass ich nicht verstehe, wie die App funktioniert. Muss ich zuerst Freunde «adden» oder kann ich gleich meine Botschaften verbreiten? Und wie finde ich die coolen Fussball-Videos? Sind die vielleicht längst weg? Wie alles bei Snapchat nach 24 Stunden?

100 Millionen Nutzer am Tag

Snapchat wirkt auf mich ungewohnt und irre kompliziert. Vielleicht bin ich aber nur zu dumm für Snapchat. Oder zu alt. Vielleicht auch beides? Jeden Tag nutzen 100 Millionen Menschen die App, die können ja nicht alle blöd sein. Ich habe Trost gesucht bei einem jün geren Kollegen. Der ist 28 Jahre alt. Er gestand, Snapchat ausprobiert, aber auch nicht verstanden zu haben.

Im Büro musste ich lange suchen, bis ich einen 17-Jährigen fand. Die Rettung! Er erklärte mir Snapchat. Leider zu spät. Die EM-Videos sind schon wieder gelöscht.

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