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Hypothek: wie vergleichen?

moneylandam 15.11.2018
Gelbes und blaues Pappehaus
Quelle: moneyland

Worauf es beim Vergleichen von Hypotheken ankommt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber-Artikel von moneyland.ch, dem unabhängigen Online-Vergleichsdienst der Schweiz.

Die Schweiz weist über eine ausserordentlich hohe Privatverschuldung auf. Ursache sind in erster Linie Hypotheken. Schweizer Hypotheken belasten die Haushalte auch mit hohen Zinskosten, die regelmässig anfallen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, weniger Geld für Hypotheken

1. Geeignetes Modell wählen

In der Schweiz gibt es drei Hauptmodelle: Festhypotheken, Libor-Hypotheken und variable Hypotheken.

Festhypotheken haben einen fixen Zinssatz für die gewählte Laufzeit. Ebenfalls populär sind Libor-Hypotheken, deren Zinssatz je nach gewähltem Libor-Modell in der Regel alle 3, 6 oder 12 Monate angepasst wird. Bald wird der Libor durch den so genannten SARON ersetzt – das Grundprinzip bleibt aber dasselbe: Auch bei SARON-Hypotheken handelt es sich um Hypotheken, die regelmässig an die Marktzinsen angepasst werden. 

Als dritte Möglichkeit gibt es variable Hypotheken, die in der Schweiz alles andere als variabel sind, aber flexibel für eine kurze Laufzeit abgeschlossen werden können. Variable Hypotheken sind teuer und werden nur zur Überbrückung gebraucht. Als längerfristige Lösung entscheiden sich Schweizer Hypothekarnehmer in aller Regel für eine Festhypothek, eine Libor-Hypothek oder eine Kombination der beiden Modelle.

2. Geeignete Laufzeit wählen

Bei Festhypotheken stellt sich die Frage nach der geeigneten Laufzeit. Beim herrschenden Tiefzinsumfeld empfiehlt sich in der Regel eher eine längere Laufzeit. Tatsächlich sind lange Laufzeiten in den letzten Jahren deutlich populärer geworden. Manche Anbieter haben sogar 20- oder 25-jährige Laufzeiten im Angebot. Je länger die Laufzeit, desto höher der Hypothekarzinssatz. Dafür haben Sie mit langen Laufzeiten für eine längere Zeit die «Sicherheit», dass sich der Zinssatz nicht ändert (passen Sie auf, dass Ihnen diese «Sicherheit» im Vertrag auch zugesprochen wird).

3. Hypo-Zinsen vergleichen

Unabhängig vom Hypothekarmodell ist ein Zinsvergleich entscheidend. Je nach Anbieter variieren die Zinssätze und damit die Kosten massiv. Beispiel: Wenn Sie für eine 5-jährige Festhypothek in der Höhe von 800'000 Franken bei einem Anbieter 0.82% und bei einem anderen 1.45% zahlen, können Sie mit dem günstigeren Angebot während der Laufzeit mehr als 25'000 Franken an Zinskosten einsparen. Auf moneyland.ch finden Sie die täglich aktualisierten Hypotheken-Richtzinsen der relevanten Schweizer Banken und Versicherungen. 

4. Offerten anfordern

Die Richtzinsen auf moneyland.ch geben Ihnen einen guten ersten Überblick, wie der Hypothekarmarkt im Moment ausschaut. Vergessen Sie aber nicht, dass es sich um «Schaufensterpreise» handelt. Anbieter können also je nach ihrem Profil (zum Beispiel Ihrem Vermögen und Einkommen) höhere oder tiefere Zinssätze offerieren. Entscheidender ist deshalb am Ende des Tages die konkrete Offerte, die Sie von den Hypothekar-Instituten erhalten.

5. Verhandeln

Hypothekar-Offerten sind nicht in Stein gemeisselt. Meistens können Sie diese noch nachverhandeln. Besonders gut stehen Ihre Verhandlungschancen, wenn Sie dem Hypotheken-Berater einen besseren Zinssatz eines Konkurrenten zeigen können. Viele Institute passen dann ihr Angebot entsprechend an. 

Tipp: Anstatt einer konkreten Offerte als Verhandlungsgrundlage können Sie auch einfach Richtzins-Angebote der günstigsten Anbieter vorweisen. moneyland.ch hat dafür den Hypothekar-Zinsassistenten programmiert, der Ihnen jederzeit den momentan günstigsten Richthypozins von Schweizer Banken und Versicherungen anzeigt. Wenn dieser Zinssatz tiefer liegt als derjenige Ihrer Hypothekar-Offerte, können Sie diesen zu Verhandlungszwecken verwenden.

6. Online-Hypotheken nicht vergessen

Online-Hypotheken sind häufig günstiger als klassische Hypotheken. Allerdings kann es sein, dass Sie mit einer nachverhandelten klassischen Hypothek in einigen Fällen noch günstiger kommen. Online-Hypotheken werden vor allem für Ablösungen immer populärer. 

7. Achtung vor unseriösen Vermittlern

In der Schweiz gibt es nicht wenige Anbieter, die Hypotheken auf Provisionsbasis an Banken und Versicherungen vermitteln. Im besten Fall kann das eine sinnvolle Dienstleistung sein, da Sie sich nicht um das Vergleichen und Verhandeln kümmern müssen. 

Passen Sie allerdings auf: Nicht alle Vermittler bieten Ihnen genügend Mehrwert, manche sind vor allem auf die hohen Provisionen aus. Lesen Sie auch bei Vermittlern das Kleingedruckte, bevor Sie eine Vereinbarung unterschreiben. So kann es sein, dass Sie eine hohe Gebühr zahlen müssen, wenn Sie Ihre Hypothek nach erfolgter Beratung nicht über den betreffenden Vermittler abschliessen.

Weiterführende Informationen:
Hypotheken im Vergleich