Vor einem Jahr gewann Unternehmer und Ständerat Ruedi Noser die «Spezialwertung». 2019 schafft es der Zürcher erneut in die Top 5 der grössten Aufsteiger auf dem Golfplatz. Noser senkte sein Handicap um 3.5 auf 28.5. Im Golf gilt: Je tiefer das Handicap, umso besser spielt Mann oder Frau in aller Regel. Anderseits gilt auch: Je höher das Handicap, desto schneller geht es runter.

So gesehen schafften Eric Tveter vom Kabelnetzanbieter UPC und René Koch, Inhaber der Zürcher Familienfirma Koch Group, vergangene Saison ­einen beacht­lichen Sprung nach vorn. Beide verbesserten ihr Golf-Handicap um fast fünf Schläge, dabei gehörten sie schon ­vorher zu den überdurchschnittlichen Spielern.

Knapp über der begehrten einstelligen Spielvorgabe

Der Ame­rikaner Tveter arbeitet immer noch zu 100 Prozent für UPC: Er fungiert als Chairman von UPC Schweiz und verantwortet als CEO weiterhin die Liberty-Global-Geschäfte für Osteuropa. «Unter anderem wegen des Umbaus in ­Zumikon spielte ich öfters in den USA, es wäre nicht fair gewesen, mit dem höheren Schweizer Handicap anzutreten», kommentiert Tveter. Nun fehlt ihm mit Handicap 10.3 nicht mehr viel bis zur ­begehrten einstelligen Spielvorgabe.

René Koch golfte letztes Jahr erfolgreich auf seinem Heimplatz Breitenloo. Dank zwei sehr guten und ­einer sensationellen Turnierrunde geht der Chef des Bauzulieferers nun mit einem beachtlichen Handicap von 13.1 in die neue Saison. Er habe nicht mehr trainiert, aber den Spass am Golfen wieder gefunden, sagt Koch dazu.

Durchschnittliches Handicap von 18

Der Durchschnitt der über 400 golfenden Manager auf der BILANZ-Liste liegt bei exakt 18. Die Anfänger starten dabei mit einem Handicap von 54. Vereinfacht gesagt wird das Handicap vom tatsächlich gespielten Resultat «abgezogen».

Ganz ­anders ist die Situation bei den allerbesten Spielern: Die Spitzenamateure golfen im direkten Vergleich so gut, dass ihnen Schläge berechnet werden, die sie gar nie ausgeführt haben. An der sehr kleinen Gruppe der «Plus-Handicapper» hat sich nichts geändert. Das Trio wird angeführt von Dominik Senn, Chef des Sport­vermarkters 4sports, mit einem Handicap von plus 1.7. Lisa Baumgartner bleibt die beste Golferin auf der Liste, und Rang 3 geht wie im Vorjahr an Mathis Aerne, Partner bei ACT Asset Management.

Rene Koch (links) Dominik Senn

René Koch (links) reduzierte sein Handicap mit am stärksten, und Dominik Senn bleibt der beste Wirtschaftsführer auf Schweizer Golfplätzen.

Quelle: Getty Images

Golf-Training mit besten Schweizer Profi

Dahinter wechseln in den Top Ten ­einige Positionen. Benedikt Goldkamp war auf der ersten Golfliste 2004 noch alleine an der Spitze. Das immer noch sehr gute Handicap von 2.6 reicht dem Chef von Phoenix Mecano nun «nur» noch für Rang sieben. Thomas Gottstein, Schweiz-Chef der CS, rangiert wie schon im Vorjahr auf Platz vier.

Grösster «Absteiger» ist der Ostschweizer Unternehmer Kurt Weber. Der Chef der Swiss Link Services hatte wegen Schulterproblemen sein Handicap von 13.3 «nie mehr gespielt». Er liess seine Spielvorgabe deshalb von seinem Heimclub Lipperswil um drei Schläge nach oben setzen. Er arbeitet daran, wieder zu alter Stärke zurückzufinden. BILANZ fand ihn beim Golfen in Portugal, wo er mit dem aktuell besten Schweizer Profi, Clubkollege Joel Girrbach, am Trainieren war.

Die komplette Liste

Wie gut sind die Schweizer Manager auf dem Golfplatz?

Das komplette Golf-Ranking 2019 zum Download finden Sie hier.