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Finanzlexikon

Day Trader

Definition

Ein Day Trader schließt Börsengeschäfte im Sinne von Käufen und Verkäufen von Wertpapieren, Rohstoffe, Währungen, Zinsen oder Derivate ab, die binnen kurzer Zeit, meist eines Tages bzw. nur weniger Stunden, Minuten oder sogar Millisekunden getätigt werden können. Der Day Trader möchte auf diese Weise Preisschwankungen ausnutzen.

 

Hintergrund

Vielfach nutzen Day Trader hoch gehebelte derivative Finanzprodukte, zum Beispiel als CFD- bzw. Forex-Trading. Dadurch lassen sich mit kleinen Kursänderungen teilweise sehr hohe Gewinne – aber auch Verluste erzielen! Ein Extrembeispiel: Während ein Aktienwert an einem einzigen Tag nur rund 3 Prozent zunimmt, kann mit einem Long-CFD zur Aktie sogar 60 Prozent realisiert werden. Wäre die Aktie allerdings am gleichen Tag um 3 Prozent gefallen, so hätte dies einen Absturz um 60 Prozent bedeutet. Die häufigsten Trading-Märkte sind Aktien, Renten (Anleihen, Bonds oder Treasuries), Forex, Indizes und Commodities (Waren und Rohstoffe). Die verbreitetsten Trading-Instrumente sind Futures (Termingeschäfte), CFDs (Contracts for Difference, Differenzenkontrakt) sowie Optionsscheine und Zertifikate. Day Trader orientieren sich meist an den aktuellen Meldungen bzw. an den Ergebnissen der Chartanalyse, um kurzfristige Kursentwicklungen in der Zukunft ausmachen zu können. So steht die charttechnische Analyse für die Grundannahme, dass an der Börse wiederkehrende Ereignisse und Verhaltensmuster festzustellen und daher die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Entwicklungen besser einzuschätzen sind. Damit steht die riskante Spekulation des Day Trading im extremen Widerspruch zu langfristigen Perspektiven der Geldanlage wie zum Beispiel dem Ansatz von Buy & Hold.