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Finanzlexikon

Funding

Definition

Funding bedeutet in der Betriebswirtschaftslehre die Ausstattung eines Projekts bzw. Investition mit dem dafür notwendigen Kapital. Funding bezeichnet aber auch die Umwandlung einer Schuld hinsichtlich der Fristigkeit. Das heißt, bei einem Funding wird im Zuge einer Umschuldung aus einer kurzfristigen Schuld eine langfristige Schuld.

Hintergrund

Der Begriff Funding kommt aus dem englischen Sprachraum und kann „Finanzierung“ oder „Umwandlung einer privaten Schuld“ bedeuten. Unter Funding versteht man in der Regel die Finanzierung durch Sponsoring bzw. auch Beteiligung. Dies heißt, ein Dritter finanziert eine Investition und erwartet dafür keine direkte Gegenleistung oder möchte sich dadurch eine Beteiligung am einen zu erwartenden Gewinn sichern. Funding bedeutet aber auch Umschuldung einer alten Schuld in eine neue Schuld, indem für die Begleichung der alten Schuld eine neue Finanzierung gewählt wird.

Gründe für ein Funding

Zum Instrument des Fundings kann aus verschiedenen Gründen gegriffen werden. Zum Beispiel, wenn der Markt günstigere Finanzierungskonzepte bietet, die Zinsen gefallen sind oder ein Kredit bei sehr hohen Zinsen abgeschlossen wurde. Nicht selten gerät ein Schuldner in die Situation, dass er durch mehrere laufende Kredite für weitere Kredite kreditunwürdig wird.

Vorteile durch Funding

Durch ein geschicktes Funding kann ein Schuldner seine Zinslast deutlich reduzieren. Das heißt, er profitiert meist von niedrigeren Raten in Verbindung mit niedrigeren Zinsen und folglich einer verbesserten Kreditwürdigkeit. Per Funding kommt ein Schuldner auch in der Verlängerung an neues, frisches Geld und kann so wieder weitere Investitionen tätigen.