Ausgangslage. G.T. aus B. ist 57 Jahre alt und alleinstehend. Sein jährliches Einkommen beträgt 90  000 Franken. Vor sechs Jahren hat er eine Fonds­police mit einer Einmalprämie von 100  000 Franken finanziert und im Anlagefonds CS Growth Portfolio CHF angelegt. Sein übriges Vermögen von 200  000 Franken ist in festverzinslichen Anlagen investiert.

Optimales Bondportfolio. Das Wertschriftendepot umfasst ausschliesslich Franken- und Euro-Obligationen mit kurzen Laufzeiten und guter Schuldnerbonität. Damit weist das Portfolio von G.T. eine gute Gesamtstruktur auf. Die höheren Kosten stehen dabei einer breiten Diversifikation gegen­über. Anders als bei der Fonds­police sind die laufenden Erträge allerdings steuerpflichtig.

Unnötige Versicherung. Die Fonds­police kombiniert ein Todesfall­risikokapital mit einer Geldanlage. Der Versicherungsschutz ist für eine alleinstehende Person ohne Partner und Nachkommen jedoch wenig sinnvoll, zumal die unnötige Risikodeckung einiges an Kosten verursacht.
Tiefere Rendite. Die laufenden Erträge der Fondspolice unterliegen der Einkommenssteuer nicht. Diesem Vorteil stehen aber hohe Kosten für den Vertrieb und die Verwaltung gegenüber. Ausserdem fallen eidgenössische Stempelsteuern in der Höhe von 2,5 Prozent an. All diese Kosten schmälern die Gesamtrendite erheblich.

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Steuervorteil ohne Police. Das CS Growth Portfolio CHF investiert zu beinahe 70 Prozent in Aktien. Kapitalgewinne aus Aktienanlagen sind für Private im Normalfall steuerfrei. So profitiert der Anleger bloss in geringem Mass vom steuerlichen Vorteil der Fondspolice.

Wie weiter?
Um den Steuervorteil der Fondspolice besser zu nutzen, sollte in ein Anlageportfolio mit einem hohen Obligationenanteil gewechselt werden. Die Aktienquote kann ohne Steuernachteil direkt im Wertschriftendepot gehalten werden. Für eine kostengünstige Umsetzung steht eine grosse Anzahl ­Indexfonds zur Verfügung.