Ausgangslage.
Die Eheleute Z. und T.B. haben ein Jahreseinkommen von 120 000 Franken. Neben einem Wertschriftendepot von 750 000 Franken verfügen sie über eine Liquiditätsreserve von 80 000 Franken. Ihre Aktien- und Obligationenanlagen sind zu 70 Prozent in Fremdwährungen angelegt.

Grosse Schwankungen.

Die Wechselkurse gegenüber dem Franken sind gegenwärtig sehr grossen Schwankungen unterworfen. So verlor der Dollar seit Juni mehr als 15 Prozent, der Euro seit Jahresbeginn knapp 10 Prozent. Diese Verluste können einem in Franken rechnenden Anleger die Renditen auf seinen Anlagen in ausländischen Währungen zunichtemachen.

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Währungsabsicherung.

Ein privater Anleger kann sich mit Devisentermingeschäften gegen Wechselkursrisiken absichern. Dabei verkauft er seine Fremdwährungen auf einen beliebigen Termin in der Zukunft gegen Franken. Die Kosten für die Absicherung belaufen sich auf die Zinsdifferenz des Frankens gegenüber der Fremdwährung. Allerdings sind die Mindestvolumen bei Devisentermingeschäften für Privatanleger relativ hoch. Die Abwicklung ist aber einfach, und die Kurse sind meist attraktiv. Alternativ dazu können Wechselkursrisiken mit dem Kauf von Währungsoptionen abgesichert werden.

Teure Quantozertifikate.

Der Anleger kann auch Obligationen- oder Aktienprodukte mit dem Namenszusatz Quanto erwerben. In diesen strukturierten Produkten ist eine Währungsabsicherung eingebaut. Der Mechanismus von Währungsabsicherung und Preisfestlegung ist dabei allerdings intransparent und kostspielig.

Wie weiter?

Anleger sollten nur bei einer nachhaltig überdurchschnittlichen Renditeerwartung einen grösseren Vermögensteil ausserhalb der Referenzwährung investieren. Eine Währungsabsicherung ist nur für einen limitierten Zeitraum sinnvoll. Wer auf Transparenz und auf die Kosten achtet, der sollte von strukturierten Produkten die Finger lassen.