Die Schweizer Unternehmen rekrutieren ihren Nachwuchs häufiger als früher aus den Teilnehmern ihrer Trainee-Programme», sagt Professor Norbert Thom von der Universität Bern, dessen Institut für Organisation und Personal (IOP) die Graduate-Angebote über 60 Top-Firmen evaluiert hat. Das beste in Bezug auf Betreuung, Dauer und Qualifizierung war das der Swiss Re.

Bei mehr als der Hälfte der Trainee-Programme können die Teilnehmer verschiedene Bereiche des Unternehmens kennen lernen. Das ist gut, weil es den Horizont erweitert und mehr Führungskräfte mit den Trainees in Kontakt kommen, die sich später für deren Einstellung verwenden oder ihnen ein Job-Angebot machen können.

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In den meisten Firmen wird das Trainee-Programm individuell auf die Teilnehmer abgestimmt. So kann man sicherstellen, dass die Trainees entsprechend ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. Galten Trainees in der Vergangenheit häufig als Zaungäste, die den anderen beim Arbeiten über die Schulter schauen durften, hat sich das mittlerweile deutlich geändert. Von den Trainees wird Einsatz erwartet, der tatsächlich produktiv ist. In vielen Unternehmen dürfen sie bereits selbstständig Projekte bearbeiten und können je nach Qualifikation die Leitung von kleinen Teams übernehmen. Für die jungen Absolventen ist das eine grosse Chance. Denn anders als im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs können sie hier zeigen, was in ihnen steckt.

Wichtiger ist in den letzten Jahren der Aspekt der Sozialkompetenz als Ziel der Trainee-Programme geworden. In den meist acht bis sechzehn Monaten soll den Trainees geholfen werden, sich in das Umfeld des Unternehmens einzugliedern. Das Einzelkämpfertum, das während des Studiums lange vorgeherrscht hat, muss schliesslich durch Teamfähigkeit ersetzt werden.