Das Jahr 2020 war das Jahr der Challenger am Bankenplatz. Die digitalen Wilden, Startups mit oder ohne Banken im Hintergrund, traten an, um zu zeigen, wie Swiss Banking ausserhalb der Schalterhallen funktionieren kann. Und das zunehmend mit Erfolg, wie eine Umfrage der «Handelszeitung» belegt: Neon hat die Schwelle von 60'000 Kunden geknackt, Ende Jahr waren es noch 50'000. Die Bank Cler liegt mit Zak bei gut 40'000 – und Yapeal, die erst Anfang Jahr mit ihrem definitiven Pricing gestartet ist, hat schon 6000 Kunden. In der dritten Säule hat Viac die Schwelle von 1 Milliarde Franken Kundenvermögen überwunden und weist jetzt gut 44'000 Kunden aus. Auch Selma und Frankly scheinen derzeit starken Zulauf zu haben.

Auch interessant

Corona hat den Startups geholfen. In Zeiten von Homeoffice und geschlossenen Bankfilialen hätten viele das digitale Banking entdeckt, sagt Georg Hauer von der deutschen Bank N26. Auch sie ist seit 2019 mit einem Angebot am Schweizer Markt unterwegs. Und obwohl sie nicht einmal Konten in Franken anbietet, konnte sie eine «Kundenzahl im gut fünfstelligen Bereich» akquirieren. Während des Lockdowns seien zudem viele neue Kunden aus dem Segment der Ü50 oder Ü60 dazugestossen, so Hauer.