Wer sein Geld an die ­Börse tragen will, muss viele Entscheidungen treffen – zumindest dann, wenn man die Vermögenspflege nicht einem Verwalter überlassen will: Welche der unzähligen Aktien im Angebot soll man kaufen? Sind Fonds die bessere Wahl? Auch während man investiert ist, stellen sich bohrende Fragen: Soll man Aktien, die verlieren, ohne Verzögerung rauswerfen? Soll man gut laufende Werte verkaufen und Gewinne realisieren? Oder ist es besser, das Portfolio möglichst unverändert zu belassen?

Die meisten Anlageprofis sind sich jedenfalls einig: Impulsiv vorgenommene Investments und Deinvestments schmälern die Rendite fast immer. Gier und Angst sind schlechte Ratgeber. Um beim Investieren nicht in Psychofallen zu tappen, empfiehlt es sich, mit einer klaren Strategie ans Werk zu gehen. Börsenstrategien haben die Funktion eines Wegweisers auf dem manchmal glitschigen Börsenparkett. An sie kann man sich halten – gerade auch in «struben» Zeiten, wenn sich die Kurse nicht so entwickeln, wie man sich erhofft hat. Die «Handelszeitung» stellt hier sechs der gängigsten Börsenstrategien vor und lässt sie von drei Experten einschätzen und beurteilen. Es sind das Peter Früh, Geschäftsführender Teilhaber bei Früh & Partner, Oliver Scharping, Portfolio Manager für globale Aktien bei der Bank Bantleon, sowie Rolf Wetzer, Finanzanalyst bei der Basler Kantonalbank.